MIT GEWINN LEBEN: Gold ist keine sichere Anlage

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 04. September 2021

Wirtschaft

Tipps für das Investieren in den wertvollen Rohstoff.

Gold ist beliebt als Schmuck, wertvoll in der Industrie und nachgefragt bei Anlegerinnen und Anlegern, die damit ihr Vermögen gegen Inflation und Krisen sichern wollen. Eine sichere Geldanlage ist Gold allerdings nicht. Sein Preis schwankt stark. Vor zehn Jahren kostete die Feinunze (31,1 Gramm) rund 1350 Euro, zwischenzeitlich sackte der Preis unter 900 Euro ab, stieg vorübergehend auf gut 1700 Euro und pendelt jetzt um 1500 Euro. Trotzdem: Als Beimischung in einem gut gestreuten Depot kann Gold durchaus glänzen, weil es sich oft gegenläufig zu anderen Anlageklassen verhält. Wer in Gold investieren will, hat mehrere Möglichkeiten. Viele schwören auf den Kauf von Münzen oder Barren. Gängig sind Standardmünzen wie Krügerrand, Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker, die in der Größe einer Unze meist für angemessene Preisaufschläge zu bekommen sind. Auch für Barren von 50 oder 100 Gramm liegen die Kosten im Rahmen. Teuer wird’s für kleinere Einheiten, Ein-Gramm-Barren etwa, für die Händler mitunter an die 20 Prozent Aufpreis verlangen, manche noch mehr. Ein weiterer Kostenfaktor ist die Aufbewahrung. Einfach in den Schrank legen, empfiehlt sich nicht. Sicherer ist ein Wandtresor oder ein Bankschließfach. Eine preiswerte und ebenfalls einfache Möglichkeit, in Gold zu investieren, sind sogenannte Gold-ETC. ETC steht für Exchange Traded Commodities (deutsch: börsengehandelte Rohstoffe). Sie ähneln ETF, sind aber keine Sondervermögen. Es handelt sich dabei um Schuldverschreibungen, die den Goldpreis nachzeichnen und häufig mit Gold besichert sind. Teils bieten sie sogar einen Lieferanspruch auf physisches Gold. Wer mag, kann auch Sparpläne darauf abschließen.

Karin Baur ist Redakteurin für Geldanlage und Altersvorsorge bei der Stiftung Warentest.

Internet: http://www.test.de/gold