Regierungskrise in Österreich

Was wir über das Strache-Video wissen – und wie es jetzt weitergeht

Adelheid Wölfl, Daniel Laufer, Sebastian Kaiser und dpa

Von Adelheid Wölfl, Daniel Laufer, Sebastian Kaiser & dpa

So, 19. Mai 2019 um 21:08 Uhr

Ausland

Ein Video zeigt, wie sich Österreichs FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache in einer Villa auf Ibiza politisch um Kopf und Kragen redete. Nach seinem Rücktritt steht Österreich vor Neuwahlen. Doch woher stammt das Video?

Am Samstagabend, kurz vor acht Uhr ergreift Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz endlich das Wort. Tags zuvor haben Süddeutsche Zeitung und Spiegel ein e Filmsequenz veröffentlicht – nun wird es in Österreich Neuwahlen geben. Die Koalition aus konservativer ÖVP und rechtspopulistischer FPÖ ist an einem Enthüllungsvideo zerbrochen. Die Hintergründe:

Was ist auf dem Video zu sehen?
Das Video aus dem Juli 2017 zeigt Filmsequenzen, die laut Süddeutscher Zeitung und Spiegel in einer Villa auf Ibiza entstanden und heimlich aufgenommen worden sind. Darauf zu sehen sind ein angetrunkener FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und der FPÖ-Fraktionsvorsitzende Johann Gudenus. Sie sind im Gespräch mit einer Frau, die sich als vermeintliche Nichte eines russischen Oligarchen namens Aljona Makarowa ausgibt. Die Dame gibt vor, Geld in die österreichische Kronen Zeitung investieren zu wollen. Strache verspricht der Frau im Fall eines von ihr unterstützten FPÖ-Wahlsiegs Einfluss ohne Grenzen: "Dann können wir über alles reden." Bei einer Übernahme der Kronen Zeitung durch die Oligarchennichte könnten gleich drei, vier Köpfe im Sinne der FPÖ rollen. "Wir wollen eine Medienlandschaft ähnlich wie der Orbán aufbauen", so Strache. Grundsätzlich meint er: "Journalisten sind sowieso die größten Huren ...

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