Wassernetz wird untersucht

Lena Marie Jörger

Von Lena Marie Jörger

Mi, 10. Juli 2019

Rust

Ein Ingenieurbüro soll analysieren, wie die Trink- und Löschwasserversorgung in Rust aussieht.

RUST. Die Gemeinde Rust will ihr Trinkwassernetz analysieren lassen. Der Gemeinderat hat am Montagabend in öffentlicher Sitzung einstimmig beschlossen, das Büro Unger Ingenieure damit zu beauftragen. Die Analyse soll dann auch Aufschluss darüber geben, wo eventuell nachgebessert werden muss.

In den vergangenen Jahren gab es einige Veränderungen am örtlichen Trinkwassernetz. Der dritte Tiefbrunnen des Wasserversorgungsverbands Südliche Ortenau wurde in Betrieb genommen (die BZ berichtete), die Netzstruktur verändert: Die Gemeinde Rust, der Wasserpark-Campus und Teile der Gemeinde Kappel-Grafenhausen werden über den Tiefbrunnen Nordwest versorgt, das Wasser aus dem dritten Tiefbrunnen wird ins Netz der Gemeinden Ettenheim und Ringsheim sowie Mahlberg eingespeist. Der Wasserversorgungsverband Kappel-Grafenhausen-Rust verfolgt außerdem weiter das Projekt "zweiter Tiefbrunnen".

"Nun sollten wir das Netz dringend einer grundlegenden Analyse unterziehen", sagte Bürgermeister Kai-Achim Klare. Das Ganze sei als Bestandsaufnahme gedacht und solle zum Beispiel Aufschluss darüber geben, wann welche Abnehmer ans Netz gehen, welche Wassermengen durch die Leitungen fließen und welche Versorgungsmöglichkeiten es im Notfall gibt. Untersucht werden soll unter anderem auch, wie die Löschwasserversorgung ist und wie die der Wasserpark das Netz belastet. Aus den Ergebnissen soll dann ersichtlich werden, wo eventuell nachgebessert werden muss. Laut dem Bürgermeister soll auch ein Maßnahmenkatalog für weitere bauliche Maßnahmen erstellt werden.

Das Büro Unger Ingenieure ist laut Klare "im Thema drin". Es habe zum Beispiel schon für Kappel-Grafenhausen eine solche Analyse gemacht und sei auch in die Voruntersuchungen zum zweiten Tiefbrunnen in Kappel eingebunden. Daher soll das Büro die Analyse für die Gemeinde Rust und für das ZVT-West-Gebiet übernehmen. Die Kosten für die Analyse liegen bei 12 476 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer. Etwa 20 Prozent der Kosten übernimmt der ZVT.

Der Gemeinderat vergab den Auftrag einstimmig an das Büro Unger. Rückfragen aus dem Rat gab es keine, das Gremium hatte das Thema schon vorberaten.