Wegweisende Projekte angegangen

Martin Wunderle

Von Martin Wunderle

Sa, 20. Juli 2019

Löffingen

Konstituierende Sitzung des Löffinger Gemeinderats: Elf Mitglieder werden vom Bürgermeister aus dem Gremium verabschiedet.

LÖFFINGEN. In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats wurden am Donnerstagabend elf Mitglieder verabschiedet, die entweder nicht mehr kandidierten oder bei den Gemeinderatswahlen den Sprung ins Gremium nicht mehr schafften. Das ist fast die Hälfte des Gemeinderats, der 24 Mitglieder zählt.

Zuvor erläuterte Bürgermeister Tobias Link, dass bei der Feststellung des Wahlergebnisses kein Einspruch eingegangen und die Wahl deshalb gültig sei. Auch von Hinderungsgründen, die möglicherweise einer Amtsausübung im Wege stehen, sei der Verwaltung nichts bekannt.

Rückblick
Alle Gemeinderäte, die jetzt ausgeschieden seien, hätten hervorragendes für die Bürger gelistet, so Link. Bei rund 20 Sitzungen im Jahr und einer durchschnittlichen Sitzungsdauer von vier Stunden, die oft auch überschritten werde, kommen so immerhin 80 Stunden pro Mitglied zusammen. Das ergebe in fünf Jahren rund 400 Stunden, zusammen mit der Arbeit in den Ausschüssen auch bis zu 600 Stunden, und das alles im Ehrenamt. Er dankte allen für das große Engagement und die gute Zusammenarbeit.

Weitreichende Entscheidungen seien unter anderem der Bau der Flüchtlingsunterkunft in der Bahnhofstraße gewesen, die Entscheidung zum ehemaligen Bauhofareal, der Bau der Asylunterkunft des Landkreises,, die Sanierung einiger Straßen, die Erschließung des Baugebiets aus dem Reichberg und die Sanierung des Rathauses nebst jetzt dem Rathausplatz.

Verabschiedung
20 Jahre lang war Werner Adrion (FDP/FW) im Gemeinderat. Er sei sehr verlässlich gewesen, habe viel Engagement gezeigt und seine Ratschläge hätten immer großes Gewicht gehabt, erläuterte Link. Und wenn er zu bestimmten Themen eine andere Meinung gehabt habe, habe der Bürgermeister dies immer schon vorab gewusst. Harry Bächle (FDP/FW) ist als Nachfolger von Rudolf Gwinner in den Gemeinderat nachgerückt. Er habe immer auf Wesentliches hingewiesen, wenn der Gemeinderat den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sah und sei mit seinen Hinweisen auf technische Belange immer sehr kompetent gewesen. Bernd Behnke (CDU) habe immer sehr fundiert argumentiert, wenn es um rechtliche Belange ging, wofür ihm die Gemeinde großen Dank schuldig sei. Adelheid Bürkles (CDU) Beiträge seien immer von großem Pragmatismus geprägt gewesen, wobei ihr besonders Göschweiler am Herzen lag, erklärte Link. Für Sebastian Butsch (FDP/FW) waren die Belange der Innenstadt und des Handels ein ganz großes Anliegen, für das er sich mit Nachdruck eingesetzt habe. Willi Frei (CDU) sei bei baulichen Angelegenheiten immer sehr fundiert gewesen. "Im Gremium hat sein Wort großes Gewicht gehabt und auch die umfassende Rathaussanierung war ihm ein großes Anliegen", so Link. Walter Kessler (FDP/FW), 20 Jahre im Gemeinderat, habe die Stadt immer bestens repräsentiert. Er war Mitglied im Städtlefestkomitee und hat sich auch im Ausschuss für das Jubiläumsjahr eingebracht. Für Vereine sei er stets ein wichtiger Ansprechpartner gewesen und für die Stadt ein treuer Ratgeber im Bereich Sicherheit und öffentliche Ordnung. Jürgen Kuttruff (CDU) habe sich immer sehr fundiert zu Bausachen geäußert und auch bei der Rathaussanierung viele Ratschläge gegeben. Beate Lubrich (SPD) habe sich besonders bei der Hausarztversorgung engagiert und dabei oft auch die Realitäten aufgezeigt. Auch bei Stellennachbestzungen sei sie sehr engagiert gewesen. Inge Sibold (SPD) sei in allen Fragen des Bauens kompetent gewesen und habe sich auch bei der Rathaussanierung sehr engagiert, erklärte Tobias Link. Oliver Wehrle (SPD) sei Spezialist gewesen für erneuerbare Energien und habe den Klimaschutz in der Stadt eingefordert, ebenso die Sanierung des Hallenbads in Dittishausen.

Besetzungen
Schwierig gestaltete sich die Besetzung der Bürgermeisterstellvertreter. Die SPD hatte dafür Georg Mayer als Stimmenkönig vorgeschlagen, die FDP und Freie Wähler als größte Fraktion unterstützte den Vorschlag der CDU, Martin Lauble, der nur wenige Stimmen weniger hatte, zum ersten Bürgermeisterstellvertreter zu wählen. In geheimer Abstimmung wurden dann Martin Lauble, als zweiter Stellvertreter Isabelle Meßmer und als Dritter Dieter Köpfler gewählt. Bestätigt wurden vom Gemeinderat auch die Ortsvorsteher Petra Kramer (Bachheim) und Kathrin Kramer (Unadingen). Für die Besetzung der Ausschüsse schlug Bürgermeister Link vor, die Regelung für einen persönlichen Stellvertreter abzuschaffen, ebenso den Beirat für Wirtschaftsförderung. Vertreten wird jetzt nach der Reihenfolge der Stellvertreter.