Einer, der nicht einzuschüchtern war

Ulrich Tromm

Von Ulrich Tromm

Fr, 04. März 2016

Weil am Rhein

Hauptlehrer Friedrich Kuhn: Als politischer Gegner vom NS Regime beargwöhnt und schikaniert – als Archäologe unentbehrlich /.

Friedrich Kuhns Auseinandersetzungen mit fanatischen Vertretern des NS-Regimes waren zahlreich. In Ötlingen nahmen sie aber handgreifliche Formen an. NS-Stützpunktleiter Julius Güthlin, erzürnt über die vermeintlich lasche Art, in der Hauptlehrer Kuhn den "deutschen Gruß" erwidert hatte, fuhr mit seinem Einspänner vor der Schule vor, drang in das Schulareal ein und schickte sich an, Kuhn mit seiner Reitpeitsche anzugreifen.

Kuhn leistete mit Hilfe des Lehrers und Luftwaffenoffiziers Eugen Eble Gegenwehr und erstattete Anzeige gegen den Ex-Bürgermeister (siehe Infobox). Das Amtsgericht Lörrach verurteilte ihn am 28. Oktober 1942 zu drei Monaten Haft und ermächtigte Kuhn, das Gerichtsurteil, das auf Körperverletzung und Beleidigung lautete, im NS-Kampfblatt "Der Alemanne" zu veröffentlichen. Im Zuge der Entnazifizierung fragte 1949 der in Lörrach tagende Untersuchungsausschuss im Ötlinger Bürgermeisteramt an, ob ...

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