Gefahrgutunfall in Weil am Rhein

Spezialbenzin tropft aus Kesselwagen – Feuerwehr hat das Leck abgedichtet

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 23. Mai 2019 um 13:33 Uhr

Weil am Rhein

Die Feuerwehr ist im Rangierbahnhof in Weil am Rhein im Einsatz. Ein Bahnkesselwagen, der mit 30 Tonnen leicht entzündlichem Spezialbenzin gefüllt ist, ist undicht und konnte abgedichtet werden.

Aktualisiert um 15.10 Uhr

Kurz nach 11 Uhr wurden die Rettungskräfte in Weil am Rhein informiert. Inzwischen steht fest, dass ein leicht entzündliches Spezialbenzin (vergleichbar mit Feuerzeugbenzin) aus einem Bahnkesselwagen tropft. Nach Information der Feuerwehr, die den Bereich mit einem dreifachen Brandschutz absichert, tropft die Flüssigkeit aus einem Ablass- oder Einfüllstutzen. Aktuell werde versucht, den Stutzen abzudichten.

Die Suche nach den Ursachen für das Tropfen haben sich zuletzt aber doch noch in die Länge gezogen. Hatte die Feuerwehr zunächst darauf gehofft, dass sie die Gaspendelleitung entleeren könne und damit das Tropfen aufhören würde, so zeigte sich inzwischen, dass damit das Problem nicht gelöst werden konnte. Nach mehr als dreieinhalb Stunden entschied die Feuerwehr daher, dass sie den Versuch, den defekten Stutzen zu reparieren und damit den Waggon reisefertig zu machen, aufgibt. Mit einem provisorischen Deckel wurde nun das weitere Austreten des flüchtigen Spezialbenzins unterbunden und der Einsatz für beendet erklärt. Nun ist es an der zuständigen Spedition, darüber zu entscheiden, wie sie mit dem Waggon und der Ladung umgeht.

Das Benzin tropfte zunächst mit einer Geschwindigkeit von rund 40 Tropfen pro Minute aus dem Kesselwagen und verflüchtigt sich sehr schnell. Messungen haben ergeben, dass sich nur im unmittelbaren Umkreis von einem Meter die Substanz in relevanten Mengen nachweisen lässt. Aus diesem Grund konnte auch von Einschränkungen für den Bahnverkehr, sowohl auf der Rheintalstrecke als auch im nahen Umschlagbahnhof abgesehen werden, so Pressesprecher Markus Utke.

Die Weiler Feuerwehr war mit 35 Kräften im Einsatz und wurde vom Notfallmanager der Bahn, dem Kreisbrandmeister sowie den Rettungsdiensten unterstützt. Die Leitung des Einsatzes hat Stadtbrandmeister Frank Sommerhalter.

Aus Sicherheitsgründen bleibt allerdings die Zufahrt zum Umschlagbahnhof vorerst noch gesperrt. Nachdem die Gefahr eingegrenzt werden konnte, durften die Lastwagen aber wieder den Umschlagbahnhof anfahren.

Die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich eine gute Stunde in Anspruch nehmen, so Utke. Gegen 16 Uhr wird dann wohl das letzte Feuerwehrfahrzeug aus dem Bereich des Rangierbahnhofs abziehen.