BZ-Interview

Weltstar Anne-Sophie Mutter: "Ich trau’ dem Publikum einiges zu"

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Sa, 21. April 2018 um 10:50 Uhr

Klassik

BZ-Plus Wunderkind, Jahrhundert-Talent, Weltstar: All das ist die aus Wehr stammende Geigerin Anne-Sophie Mutter. Alexander Dick hatte Gelegenheit, mit ihr sprechen. Über Vorbilder, Klassik und – Twittern.

Anne-Sophie Mutter gehört schon seit ihrem sensationellen Debüt 1976 zu den wertvollsten Exportartikeln des deutschen Kulturbetriebs. Binnen zwölf Monaten macht die aus Wehr stammende Geigerin zwei Abstecher mit Konzerten in ihre südbadische Heimat. Alexander Dick hatte Gelegenheit zum Gespräch mit ihr.

BZ: Frau Mutter, ich beginne mit einer Carte blanche für Sie: Worüber möchten Sie denn gar nicht sprechen?
Mutter: (lacht und überlegt) ... sollen wir nicht lieber anders herum anfangen? Ich glaube, das ist fruchtbarer...

BZ: Dann also: Ich bin in unserem Archiv auf ein Foto vom 5. April 1978 gestoßen. Das zeigt Sie zusammen mit Sir Yehudi Menuhin nach dessen Freiburger Konzert. Titel: "Wunderkinder unter sich". Was haben Sie für eine Erinnerung an diese Begegnung?
Mutter: Ich erinnere mich speziell an diesen Abend, weil es davon die wohl einzigen Bilder gibt, die bei unseren Begegnungen entstanden sind. Er ist der Künstler, der mich im Alter von fünf Jahren zum Geigen verführt hat, respektive seine Aufnahmen. Deshalb hat er in meinem Leben einen ganz besonderen Platz, vielleicht weil Menuhin in seinem Leben ja so viel mehr wurde als nur ein großartig geigender Musiker.

BZ: War er auch ein Vorbild für Sie? Wie halten Sie’s generell mit Vorbildern?
Mutter: Natürlich zunächst Menuhin. Dann David Oistrach, dessen Brahms-Sonaten-Abend ich in Basel ein halbes Jahr nach meinem ersten Geigenunterricht hingerissen gelauscht habe. Ich glaube, das hat mein Gefühl, meine Orientierung für eine sehr reiche und noble ...

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