Wenn die Erde die Straße verschluckt

Wolfgang Künstle

Von Wolfgang Künstle

Mi, 20. November 2019

Ettenheim

Ein gebrochenes Wasserrohr sorgt dafür, dass die Pfarrer-Tritschler-Straße unterspült wird.

ETTENHEIM-ALTDORF (wk). Ein krachendes Geräusch und die Straße vor dem Haus verschwindet in einem Loch: In Altdorf hat sich ein Loch mitten auf der Fahrbahn aufgetan. Schnell war klar, was die Ursache für das ungewöhnliche Unglück ist.

Die Straße vor dem Haus verschwindet in einem Loch. So erging es einer Anwohnerin der Pfarrer-Tritschler-Straße nahe der Münchgrundhalle. "Ich sah zu, wie der Asphalt zusammenklappte und im Boden versank. Danach rauschte das Wasser wie die Niagara-Fälle," erzählt sie. Der Schrecken stand der Anwohnerin des Hauses, vor dem am Dienstag gegen 11.45 Uhr der Boden nachgab, noch ins Gesicht geschrieben. Schnell war ihr klar, dass ein gebrochenes Wasserrohr für das Unglück verantwortlich sein musste, und schnell rannte sie in die Nachbarschaft, um zu warnen. "Man weiß ja im ersten Moment nicht, was noch alles passiert", sagte sie. Die alarmierte Feuerwehr vergewisserte sich, dass der Unglücksort abgesperrt ist und keine weitere Gefahr vorhanden ist. Mehr kann sie nicht tun.

Kurze Zeit später stehen der Ettenheimer Wassermeister Klaus Jäger und ein Mitarbeiter des Wasserwerks vor der Bescherung. Etwa 2,5 mal 5 Meter groß und etwa 2 Meter tief ist das Loch in der Fahrbahndecke, doch darunter zieht sich der Hohlraum weit die Straße hinunter. "Das Problem ist der Löß hier am Berg", sagt Jäger. Der spült sich leicht weg." Das Wasser in der Straße ist mittlerweile abgestellt, das Telekom-Kabel für Telefon und Internet wurde ebenfalls beschädigt. "Solche großen Löcher sind selten, können aber schon mal vorkommen", sagt der Wassermeister, der erzählt, dass sie in Ettenheim etwa 40 mal pro Jahr zu einem Wasserrohrbruch ausrücken müssen.

Der Bagger eines örtlichen Bauunternehmens wurde bereits angefordert. Wenn das ganze Schadensgebiet freigelegt und die Leitungen repariert sind, wird mit Kies aufgefüllt. Bis zum Abend sollte das Problem weitgehend behoben sein", sagt Jäger zuversichtlich. "Es kommt natürlich darauf an, wie schnell die Telekom reagiert. Wir können erst zuschütten, wenn die da waren."