Kommunalwahl

Welche Ziele die Gruppierungen verfolgen, die in den Denzlinger Rat wollen

krue, mzd

Von Sebastian Krüger & Markus Zimmermann

Mi, 22. Mai 2019 um 12:09 Uhr

Denzlingen

Fahrradwege, Parkverbote, Sozialer Wohnungsbau – die Vorschläge zu den großen Themen, die den Gemeinderat künftig beschäftigen werden, gehen teils deutlich auseinander.

Wohnen, Verkehr, Pflege und Ortsentwicklung sind die großen Themen, die die Denzlinger Bürger beschäftigen – und über die die Gemeinderäte in den nächsten fünf Jahren debattieren werden. Die BZ hat zusammengetragen, welche Gruppierung welche Ziele im Einzelnen verfolgt.

SPD
"Wir stehen in Zukunft für die Themen, für die wir uns schon in der Vergangenheit eingesetzt haben: Bezahlbares Wohnen und eine 30-Prozent-Quote für gemeindeeigene Sozialwohnungen in den neuen Baugebieten", sagt Elfriede Behnke, Fraktionsvorsitzende der SPD. Der im April gefällte Grundsatzbeschluss, der vorsieht, dass 100 Prozent der Flächen im Käppelematten und Unterm Heidach in Gemeindehand sein sollen, erleichtere es, die Preisentwicklung dort zu beeinflussen, sagt Behnke.

Die Schulen im Gemeindeverwaltungsverband will die SPD so "optimal wie möglich ausstatten". Am liebsten sähe Behnke es, wenn jeder Schüler sein eigenes Tablet hätte. Landesfördermittel sollen ausgeschöpft werden. Auch will sich die SPD noch mehr für neue Formen der Altenbetreuung öffnen. Behnke denkt an Wohngruppen oder Senioren-WGs, in denen Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen und Fähigkeiten gemeinsam leben. Zur Finanzierung der Vorhaben will die SPD zusätzliche Gewerbeflächen ausweisen und die bestehenden verdichten. Behnke plädiert für einen weitgehenden Verzicht auf Herbizide und Pestizide in der Landwirtschaft, um die Qualität des Grundwassers zu sichern. "Das können wir aber nicht erzwingen, sondern nur mit den Landwirten gemeinsam erreichen", so Behnke.

CDU
"Die Ortsentwicklung im Bereich um den Grünen Baum ist notwendig, um den Einzelhandel im Ort zu stärken", sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU, Guido Echterbruch. Das ehemalige Gasthaus bezeichnet er als "Schlüsselgrundstück". Wenn es wirtschaftlich machbar sei, würde die Partei das Gebäude gerne erhalten, um es Vereinen oder dem Jugendzentrum zur Verfügung zu stellen oder anderweitig öffentlich zu nutzen. Von der angedachten Idee, das Jugendzentrum mit dem Akkordeonverein in einem Gebäude unterzubringen, hält er hingegen nichts.

Die CDU will keine weiteren Baugebiete ausweisen, sondern "maßvoll und nachbarschaftsverträglich nachverdichten". Den Beschluss des Gemeinderats zum Käppelematten bezeichnet Echterbruch als "Verzögerungstaktik", er würde ihn gerne rückgängig machen. "Wir haben schon jetzt viel Bauland und wollen nicht warten, bis alle Eigentümer ihr Grundstück verkaufen", sagt er. "Wir müssen Käppelematten so schnell wie möglich baureif machen – aus sozialer Verantwortung".

Auf ...

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