Be Japy [ANZEIGE]

Wie sozial sind soziale Netzwerke wirklich?

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 12. Mai 2016 um 12:46 Uhr

Wie sozial sind soziale Netzwerke wirklich? Das wollten Offenburger Studierende wissen, und gründeten "be japy". Jetzt bekamen sie für ihre Idee ein Gründerstipendium und zogen nach Hamburg.

"Wir sind gerade auf dem Weg zur Post – T-Shirts für den Japyday verschicken", ruft Peter Wilhelm ins Telefon. Im Hintergrund sind – für einen Badener eher ungewohnt – Möwen zu hören. Für Peter Wilhelm, der im achten Semester Medien und Informationswesen an der Hochschule Offenburg studiert, und seine beiden Kollegen Andreas Zimmermann und Lukas Schömig hat gerade eine spannende Zeit begonnen: Im Herzen von Hamburg haben die drei Studenten im Rahmen eines Stipendiums am "Social Impact Lab" in den kommenden Monaten die Gelegenheit, ihren gemeinnützigen Verein "be japy" auf ein solides Fundament zu stellen.

"Wir bereiten uns in Hamburg darauf vor, unser Projekt nachhaltig zu gestalten – be japy soll keine Eintagsfliege sein", so Wilhelm. Vor einem Jahr noch haben sie ihr Projekt auf der Werkschau der Hochschule vorgestellt, kurze Zeit später schnellte die Zahl der Facebook-Fans rasant in die Höhe (aktuell 186250 Likes!) und die Abrufzahlen auf Youtube (20 Millionen!) waren so hoch, wie sie es nie zu träumen gewagt hätten. "Das ging alles so schnell, und wir standen plötzlich im Rampenlicht und wurden mehr oder weniger über Nacht zu Medienprofis."

RTL, die Bildzeitung, BUNTE und andere bekannte Medien wollten plötzlich Interviews, die Jungs von "be japy" hatten ein Internetphänomen gelandet. Doch im allgemeinen Netzrauschen wollen sie nicht abtauchen und haben daher Konzepte und Ideen entwickelt, wie sie "be japy" weiter am Leben halten möchten: "Das hat auch unseren jetzigen Förderer Social Impact Lab überzeugt", so der 28 Jahre alte Wilhelm. Derzeit sind sie noch in der Planungsphase für ein weiteres Projekt, mit dem sie eine Existenz aufbauen möchten.

"Mit Engagement und guten Taten allein kann man das nicht so einfach", sagt Wilhelm. In der Ex-Superstar-Gewinnerin Beatrice Egli haben sie Anfang August in der ARD-Sendung "Die große Show der Träume" eine prominente Unterstützung für den Japyday Ende August, gefunden: "Helfen ist immer eine gute Idee – haltet mich auf dem Laufenden", sagte die Moderatorin in der Samstagabendshow vor rund 2,5 Millionen Zuschauern zu ihren Gästen Andreas Zimmermann und Peter Wilhelm.

Weltweiter "Japyday" am 29. August

In Offenburg sind die Studenten von "be japy" keine Unbekannten: Im Winter haben sie einen "Warmnachtsbaum" für Obdachlose in der Hauptstraße kreiert, von dem sich Obdachlose warme Kleidung, Socken und Mützen "pflücken" konnten. Auch der "Japyday" ist eine Idee der sozial engagierten Studenten: Im vergangenen Jahr wurde in den USA kostenlos Wasser verteilt, in Mexiko Klamotten und Nahrung. 2015 wurde der Japyday wieder gefeiert: "Am 29. August war es soweit, und wir hatten viele tolle Aktionen rund um den Globus – wir haben auch kostenlos T-Shirts für diesen Tag verschickt." Denn mit dem Japyday wollen die Neu-Hamburger Menschen weltweit dazu motivieren, auch mit kleinen Aktionen zu helfen und Gutes zu tun und ihr Engagement dann über die sozialen Netzwerke mit anderen zu teilen. "Oft genügt schon ein Glas Wasser für einen Obdachlosen – gerade bei dieser Hitze." Ideen sind gefragt.
Der Verein

"be japy" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Gründungsmitglieder Julian Wagner, Andreas Zimmermann, Peter Wilhelm und Yannik Grewe zusammen. Neu hinzugekommen ist der Wirtschaftsingenieurwesen-Student Lukas Schömig. Yannik Grewe und Julian Wagner schreiben ihre Abschlussarbeiten in anderen Teilen der Republik.

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