"Wir wünschen uns aktive Beiräte, die mitgestalten"

Eva Korinth

Von Eva Korinth

Sa, 25. Mai 2019

Titisee-Neustadt

Träger- und Förderverein der Seniorenbegegnungsstätte stimmt neuer Satzung zu / Arbeit des Vorstands soll effektiver werden.

TITISEE-NEUSTADT (akh). Die Gründergeneration der Seniorenbegegnungsstätte (SBS) hat sich aus dem Vorstand des Träger- und Fördervereins zurückgezogen. Egon Schlegel, Bernadette Schlosser, Edeltraud Trub und Evelin Hoff sind die Neuen.

Alle Helfer seien bemüht, den Besuchern – ganz gleich ob Mitglied oder nicht – ihren Aufenthalt in der SBS angenehm zu gestalten. Seit mehr als 20 Jahren, so Vorsitzende Barbara Müller in der Huaptversammlung, wird dies für die Einwohner aus Titisee-Neustadt und Umgebung ehrenamtlich geleistet, um älteren Menschen auch nach dem Berufsleben einen lebendigen Treffpunkt zu schaffen. 185 Programmangebote gab es 2018, gestaltet von 20 Referenten: Spiele, Singen, Mundart, Schach, kreatives Werken, Stricken und Schwätzen, Computer Sprechstunde, die verschiedensten Vorträge, Wanderungen, Kinobesuche. Neue Ideen sind willkommen, so Dorothea Obermann. Es wurde Fasnacht gefeiert, gab ein Oster- und Weihnachtsmarktzimmer, Bücherflohmarkt, einen Ausflug. 26 Helferinnen sorgten an 105 Tagen rund 1000 Stunden lang für das leibliche Wohl der Gäste und Besucher. "Wir brauchen weitere Helfer", sagte die scheidende Leiterin Monika Winterhalder, "da altersbedingt immer wieder Helfer ausscheiden."

Für mehr Präsenz in der Öffentlichkeit will der Arbeitskreis II in Zukunft sorgen, so Franziska Straub-Nobs. Vor drei Jahren wurde der Verein aufgefordert, seine Satzung zu aktualisieren, den geltenden Verordnungen anzupassen, die Ehrenamtspauschale aufzunehmen und von den Mitgliedern abstimmen zu lassen. Eine eigene Satzungskommission war ein ganzes Jahr damit beschäftigt. Geändert hat sie zudem die die Zuständigkeit und Zusammensetzung des Beirates. Dessen Mitglieder müssen nicht zwingend im Trägerverein Mitglied sein. Festgeschrieben war seit der Gründung, dass der Bürgermeister und auch Vertreter der Fraktionen zum Beirat gehören, was diese nur vereinzelt wahrnahmen, der Bürgermeister gar nicht. Zudem musste der Beirat bei Ausgaben ab 1000 Euro um Zustimmung gefragt werden. Um die Arbeit des Vorstands effektiver zu gestalten, sollte der Beirat zu den Vorstandssitzungen eingeladen werden, nicht mehr zu einer eigenen, zu der statt der 15 nur fünf Beiräte kamen. "Wir wünschen uns aktive Beiräte, die mitgestalten", sagte Clemens Laule, "wir wollen keine Mandatsträger überstrapazieren." Jeder Beirat war daher angeschrieben worden, ob er weiterhin freiwillig aktiv mitarbeiten möchte. Klaus Menner als Bürgermeisterstellvertreter überbrachte von Bürgermeister Hinterseh die Bitte, nicht den Draht zur Stadtverwaltung und den Fraktionen zu kappen mit der neuen Beiratsregelung. Die Mitglieder stimmten einstimmig der neuen Satzung zu.
Mitglieder: 90
Wahlen: Barbara Müller (Vorsitzende). Egon Schlegel für Karl-Heinz Siemes (stellvertretender Vorsitzender), Bernadette Schlosser für Wolfgang Ertl (Kassiererin). Neu sind auch die Arbeitskreisleiterinnen Edeltraud Trub und Evelin Hoff (AK I), wiedergewählt wurden Franziska Straub-Nobs (AK II) und Dorothea Obermann (AK III). Beisitzer sind Berti Ertl (Besuchervertreterin), Inge Schuler, Mechtild Ebner und Helga Potowski. Die Kasse prüfen Angelika Meier und Waldburga Föhrenbach.Verabschiedet wurden aus dem Vorstand auch Clemens Laule (Schriftführer) sowie die Arbeitskreisleiterinnen Monika Winterhalder, Gerda Dressel und Berti Ertl.