US-Atombomben

Wir zahlen sehr viel für die Rüstung

Karl Moos

Von Karl Moos (Rheinfelden)

Mi, 20. Mai 2020

Leserbriefe

Zu: "Maas bekennt sich zu US-Atombomben", Beitrag von Thorsten Knuf (Politik, 5. Mai)
Dass sich SPD-Fraktionschef Mützenich und Parteivorsitzender Walter-Borjans einig sind, dass künftig in Deutschland keine Atomwaffen mehr stationiert werden sollen, ist ein überfälliges Bekenntnis. Der Glaube, dass Atomwaffen unsere Sicherheit erhöhen, ist "organisierter Wahnsinn", um es mit Willy Brandt zu sagen. Dass Außenminister Maas und der verteidigungspolitische Sprecher der SPD, Fritz Felgentreu, genau das Gegenteil behaupten, zeigt, dass diese Partei ihr Führungschaos noch nicht überwunden hat. Währenddessen treten Christdemokraten mit Eindeutigkeit für die Anschaffung von US-Kampfbombern F-18 ein.

Auf Befehl eines amerikanischen Präsidenten könnten diese, bestückt mit Atombomben, von Bundeswehrpiloten jederzeit über "feindlichem Gebiet" zum Einsatz kommen. Nichts weniger meint die nukleare Teilhabe. Diese Möglichkeit halte ich für ein potenzielles Verbrechen an der Zukunft unserer Kinder und Enkel. Abgesehen von dieser desaströsen Verteidigungspolitik sollten wir uns darüber im Klaren sein, dass die in Corona-Zeiten zusätzlich ausgegebenen Euro-Milliarden Kredite sind, die wir Steuerzahler zurückzahlen müssen. Eine weitere Aufrüstung verbietet sich deshalb moralisch und auch ökonomisch, zumal wir weltweit zu den Top Ten bei den Rüstungsausgaben gehören. Karl Moos, Rheinfelden