Globalisierung

China will die Seidenstraße neu beleben

Finn Mayer-Kuckuk

Von Finn Mayer-Kuckuk

Mo, 15. Mai 2017

Wirtschaft

Staatschef Xi Jinping geriert sich als Vorreiter einer positiven Globalisierung – und will zunächst 110 Milliarden Euro entlang der neuen Handelskorridore investieren.

PEKING. Während Donald Trump die USA an die "erste Stelle" setzt, zieht Chinas Präsident Xi Jinping sein Programm zum Ausbau der Globalisierung konsequent durch. Xi hat 29 Staats- und Regierungschefs zu einer Konferenz nach Peking eingeladen, bei der er die Rahmenbedingungen zur Wiederbelebung der Seidenstraße besprechen will – auf dem Land- und dem Seeweg.

"Wir hoffen darauf, eine Familie des harmonischen Miteinanders der Nationen zu gründen", sagte Xi bei der Eröffnungszeremonie am Sonntag – und hängte den Anspruch sehr hoch: Das "Jahrhundertprojekt Seidenstraße" soll nicht weniger als Wohlstand und Frieden für alle Beteiligten bringen. "Austausch soll an die Stelle der zunehmenden Entfremdung treten", versprach Chinas Präsident.

Doch dann wurde er konkreter – und kam zu dem Punkt, der so viele Spitzenpolitiker aus aller Welt überhaupt angelockt hat. Xi versprach, in einer ersten Investitionsrunde 110 Milliarden Euro entlang der neuen Handelskorridore auszugeben. Die 68 Länder entlang der neuen Seidenstraße – Land- und Seeweg zusammengenommen – erwirtschaften 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

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