Hannover-Messe

Energiewende spaltet die Industrie

Bernd Kramer

Von Bernd Kramer

Fr, 11. April 2014

Wirtschaft

Auf der Hannover-Messe finden sich Verfechter und Gegner des energiepolitischen Experiments.

HANNOVER. Die Energiewende spaltet die Gemüter – auch in der deutschen Industrie. Enthusiasten stehen Skeptikern gegenüber, die vor allem auf die hohen volkswirtschaftlichen Kosten verweisen, die das energiepolitische Experiment ihrer Ansicht nach mit sich bringt. Das wird auf der Hannover-Messe deutlich, wo Vertreter beider Lager anzutreffen sind.

DIE ENTHUSIASTEN
Wenn es um die Energiewende geht, kann es bei Joachim Simonis durchaus etwas lauter werden. Energisch verteidigt er den Abschied von der Atomkraft und die Förderung erneuerbarer Energien. Die Kritik an dem größten energiepolitischen Experiment der bundesdeutschen Geschichte hält er zum großen Teil für Störfeuer der großen Energiekonzerne. Die Stromriesen hätten am meisten zu verlieren, sagt der neue Marketing- und Vertriebsleiter des schweizerisch-deutschen Batteriespezialisten Leclanché, der in Willstätt 80 Menschen beschäftigt. Die Energieversorgung werde schließlich auf völlig neue Füße gestellt.

Statt großer, zentraler Kraftwerke, die ihren Strom an die Haushalte verteilen, werde es in Zukunft viele kleinere, mittlere und größere Öko-Stromproduzenten geben, die intelligent vernetzt den Bedarf decken, ohne dass dabei die Stabilität auf der Strecke bleibt. Stromautobahnen, die den Strom vom windigen Meer im Norden in den industriestarken Süden bringen, wären dann überflüssig, ist Simonis überzeugt. Sein ...

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