Energiewende

Was Hausbesitzer bei einer neuen Heizung beachten sollten

Matthias Maier

Von Matthias Maier

Sa, 04. Juli 2015

Wirtschaft

Seit 1. Juli müssen nach einem Heizungstausch verstärkt erneuerbare Energien eingesetzt werden / Was Hausbesitzer wissen sollten.

FREIBURG. Baden-Württemberg will die Energiewende vorantreiben: Hauseigentümer im Land müssen künftig beim Einbau eines neuen Heizsystems noch stärker als bisher auf erneuerbare Energien zurückgreifen. Das sieht die Novelle des Erneuerbare-Wärme-Gesetzes (EWärmeG) vor, die am 1. Juli in Kraft getreten ist. Fragen und Antworten zur neuen Gesetzeslage:

Warum gibt es
das EWärmeG?
Für das Gelingen der Energiewende ist der Gebäudesektor von großer Bedeutung. Nach Angaben des Landesumweltministeriums verursachen das Heizen und die Warmwasserbereitung in Gebäuden knapp 30 Prozent des CO2-Ausstoßes in Baden-Württemberg. Mit dem Ziel, diesen Wert zu verringern, trat 2008 das EWärmeG in Kraft. Es schrieb Besitzern von Wohnhäusern bislang vor, bei einem Austausch ihrer Heizung eine Anlage einzubauen, die mindestens zehn Prozent des Wärmebedarfs aus regenerativen Energien erzeugt – oder alternativ eine energiesparende oder anderweitig klimaschonende Ersatztechnik zu nutzen.

Wer ist von dem Gesetz betroffen?
Betroffen sind Eigentümer von Gebäuden, die vor dem 1. Januar 2009 gebaut wurden und deren Wohn- oder Nutzfläche mindestens 50 Quadratmeter umfasst. Wenn sie den Heizkessel oder einen anderen zentralen Wärmeerzeuger austauschen oder erstmals eine zentrale Heizanlage installieren, müssen sie die Vorgaben des EWärmeG beachten. Ausgenommen sind Wohngebäude, die für weniger als vier Monate im Jahr genutzt werden. Die Pflicht zur Nutzung von Ökowärme entfällt ebenfalls, wenn die Gesetzesvorgaben technisch oder aus Gründen des Denkmalschutzes nicht realisierbar ...

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