Wirtschaft

Spaniens Politiker scheren sich nicht um die wachsende Neuverschuldung des Staates.

Martin Dahms

Von Martin Dahms

Do, 18. Februar 2016

Wirtschaft

Die Banco de España, Spaniens Zentralbank, hat am Mittwoch den Schuldenstand der öffentlichen Haushalte des Landes bekannt gegeben: 1,07 Billionen Euro.

Eine beeindruckende Zahl. Sie entspricht 100 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) des vergangenen Jahres. Nur wenige EU-Staaten sitzen auf einer höheren Schuldenlast. Doch Spaniens Politiker scheint das nicht zu beeindrucken.

Sie verhandeln gerade untereinander über eine mögliche Regierungsbildung, ohne dabei recht voranzukommen. Sie streiten sich über die Zukunft Kataloniens, über eine mögliche Verfassungsreform, über das Arbeitsrecht – und nur am Rande über die Fiskalpolitik. Alle sind überzeugt, dass die Haushaltskonsolidierung noch Zeit hat.

Es ist schon eine Weile her, da war Spanien Europas haushaltspolitischer Musterschüler. In Zeiten des Booms nahm die öffentliche Hand mehr ein, als sie ausgab. 2007 war der Schuldenstand auf 35,5 Prozent des BIP gesunken – Deutschland kam damals auf ...

BZ-Archivartikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ Plus und BZ-Archivartikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archivartikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ