Forderungen

Verdi möchte Tarifverträge im Handel für alle

Günther M. Wiedemann

Von Günther M. Wiedemann

Mo, 13. Februar 2017 um 00:01 Uhr

Wirtschaft

Beschäftigten im Handel fällt es schwer, vom Lohn ihrer Arbeit leben zu können. Deshalb musste der Staat "die Einkommen im Handel 2014 mit rund 1,5 Milliarden Euro aufstocken.

Ich habe keinen Hinweis, dass sich dies zwischenzeitlich wesentlich geändert hat", kritisiert Verdi-Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Diese Sicht wird die Lohnforderungen der Gewerkschaft beeinflussen, die in den kommenden Tagen beschlossen werden.

"Im Handel gibt es verschämte Armut und gleichzeitig unverschämten Reichtum", stellt die Gewerkschafterin fest. "Allein unter den zehn reichsten Deutschen sind drei Händler." Manche Beschäftigte seien dagegen arm trotz Arbeit.

Im Groß- und Außenhandel Baden-Württembergs beschließt die Tarifkommission am Donnerstag, 16. Februar, ihre Tarifziele. Die Tarifforderung für den Einzelhandel mit 220 000 Mitarbeitern folgt am Montag, 20.Februar. Die Verhandlungen mit den Arbeitgebern beginnen voraussichtlich im März.

Erste Signale deuten darauf hin, dass Verdi ...

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