Orkney

Wellenkraft: Wenn das Meer zum Energieerzeuger wird

Bernward Janzing

Von Bernward Janzing

Sa, 05. Juli 2014 um 00:00 Uhr

Wirtschaft

Die schottischen Orkney-Inseln sind das europäische Zentrum der Meeresenergie. An der richtigen Bauart von Wellenkraftwerken wird noch getüftelt. Einblick in eine vielversprechende Forschung.

Aberdeen ist die Ölhauptstadt Europas: Für die Bohrinseln in der Nordsee ist die Universitätsstadt an der schottischen Ostküste seit vier Jahrzehnten der Dreh- und Angelpunkt. Doch ihre Bedeutung schwindet: In den 1990er-Jahren überschritten die Ölfelder zwischen Großbritannien und Norwegen ihr Fördermaximum, seither geht es mit den Mengen steil bergab.

Das muss man wissen, um die Aussage von Neil Kermode einzuordnen. Er ist Leiter des European Marine Energy Centre (Emec) in Stromness auf den Orkney-Inseln. In einem alten Schulgebäude am Hang oberhalb des Hafens empfängt er in schmucklosen Räumen. Aber er hat eine große Vision: "Die Orkney-Inseln sollen für die Wellenkraft werden, was die Stadt Aberdeen heute für das Nordseeöl ist."

Die natürlichen Standortfaktoren sind schließlich günstig an diesem Ort. Auf 59 Grad Nord sind die Stürme mitunter heftig, und ungestört können sich die Wellen über Tausende von Kilometern über dem Atlantik aufbauen. Im vergangenen Jahr wurden hier Wellen von 19 Meter Höhe gemessen. Nachvollziehbar also, dass ausgerechnet im Norden Schottlands im Jahr 2003 die britische Regierung zusammen mit der schottischen Regionalregierung das Emec gründete. Es bietet seither als Dienstleister allen Entwicklern von Wellenkraftwerken die nötige Infrastruktur für die Forschung auf See – inklusive einem Testfeld vor der westlichen Steilküste ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 10 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 10 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ