Freiwillige Bezahlmodelle

Zahl das, was es dir wert ist!

Steve Przybilla

Von Steve Przybilla

So, 28. September 2014 um 10:49 Uhr

Wirtschaft

Restaurant, Bars, Museen, Zoos und ein Freiburger Kino setzen auf das Bezahlmodell "Pay what you want". Jeder zahlt, was er möchte. Kann das funktionieren?

In Deutschland dürfen mehr und mehr Kunden selbst entscheiden, wie viel ihnen eine Dienstleistung wert ist. Bisher wagen vor allem Unternehmer in Städten solche Experimente. Nicht immer, aber unter gewissen Umständen haben sie Erfolg.

Mit der Jagd nach dem schnellen Geld kennt sich Herbert Haberl aus. Der 54-Jährige war früher Manager in einem Telekommunikationskonzern, später Unternehmensberater. "Heute kennen wir nur die Extreme", meint er, "auf der einen Seite die soziale Schiene, auf der anderen Seite das rein gewinnorientierte Unternehmertum." Letzteres, daran lässt der Geschäftsmann keinen Zweifel, habe lange Zeit seine Lebenseinstellung geprägt. Bis die Bankenkrise kam.

Was dann folgte, kann ein geschickter Gründungsmythos sein oder die schlichte Wahrheit. Durch die Krise, erzählt Haberl, sei er zum ersten Mal politisiert worden. "Als Angela Merkel sagte, die Bankenrettung sei alternativlos, hat mich das schockiert. Eine Demokratie hat doch immer Alternativen. Ich wollte daher ein besseres, sozialeres Unternehmen aufbauen und einen Mittelweg zwischen Profit und sozialem Gewissen finden."



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