Gresgens Löschwasserbecken wurde zu einem "Biotop wider Willen"

wgr, bz

Von Wolfgang Grether & BZ-Redaktion

Sa, 15. Juni 2019

Zell im Wiesental

Optimale Nutzung des Wassers durch Wasserlinsenbefall nicht gewährleistet / Ortschaftsrat möchte Gespräch mit Planungsbüro und Landschaftsarchitekt.

ZELL-GRESGEN (wgr). Nach der Wahl ist vor der Amtseinführung – diese hat sich im Ortschaftsrat Gresgen allerdings fast erübrigt, da die Wähler bei der Kommunalwahl den bisherigen Rat in der Zusammensetzung bestätigt haben. So war in der Sitzung am Dienstag nichts von Übergangsstimmung zu spüren: das Tagesgeschäft wurde in gewohnter Geschäftsmäßigkeit abgearbeitet. Gleichwohl wird bei der Juli-Sitzung eine Amtseinführung des Ortschaftsrats auf der Tagesordnung stehen.

Bauanträge: Gleich zwei Bauanträge wurden mit einhelligem Wohlwollen beschieden. Eine Scheune wird zu Wohnzwecken umgebaut; erfreulicherweise kann so ein junger Gresger, der mittlerweile auswärts wohnt, wieder in den Heimatort zurückkehren. In einem anderen Haus wird das Dach um eine Gaube erweitert; so wird weiterer Wohnraum geschaffen. Beide Maßnahmen passen sich an das bestehende Gebäude und das jeweilige Baubild der Umgebung an.

Löschwasserbecken: Etwas kritischer und entsprechend emotionaler wurde der Wasserlinsenbefall im Brandweiher gesehen. Dazu passend die durchaus sarkastische Bemerkung aus dem Kreis der Ortschaftsräte: "Wir brauchen kein Biotop mehr anlegen, wir haben schon eines wider Willen." Wie sich beim letzten Brand in Gresgen gezeigt hatte, hat durch den Wasserlinsenbefall nicht nur die Optik gelitten; auch die Nutzung des Wassers im Löscheinsatz ist nicht voll gewährleistet. Dieser Zustand dürfe nicht hingenommen werden, hieß es im Rat. Offensichtlich war im Rat auch der Unmut über die Bauabnahme und Übergabe an eine verantwortliche Stelle. Ob hierzu ein Protokoll vorliegt und wer dieses erhalten beziehungsweise unterschrieben hat, war während der gesamten Sitzung unklar. So strebt der Ortschaftsrat kurzfristig ein Gespräch mit dem verantwortlichen Planungsbüro sowie dem Landschaftsarchitekten an. Zielsetzung ist dabei eine sofortige Änderung der Situation, so dass aus einem ungewollten Biotop, wieder der ursprünglich angedachte und auch dringend erforderliche Brandweiher wird.