"Für Schach braucht man viel Geduld"

Tim Scholten, Simon Schwientek, Jara Steinkemper und Valentin Wehrle, Klasse 4b, Grundschule Kandern

Von Tim Scholten, Simon Schwientek, Jara Steinkemper und Valentin Wehrle, Klasse 4b, Grundschule Kandern (Kandern)

Sa, 23. Juni 2018

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit Tom George, Mitorganisator der Deutschen Schulschachmeisterschaft, die im Mai in Thüringen stattfand.

Vom 6. bis 9. Mai fand die Deutsche Schulschachmeisterschaft in Friedrichroda im Bundesland Thüringen statt. Von der Schach-AG der Grundschule Kandern waren Simon Hör, Tim Scholten, Lilli Schwientek, Simon Schwientek, Jara Steinkemper und Valentin Wehrle dabei. Jeder Spieler hat an den drei Tagen insgesamt neun Spiele gehabt und pro Partie 30 Minuten gespielt. Es war sehr anstrengend und knapp. Wir belegten den 47. Platz von 76 Mannschaften.

Am Dienstagnachmittag gab es ein Freizeitprogramm. Man konnte Simultanschach spielen oder an einem Tandem- oder Fußballturnier teilnehmen. Da wir den 47. Platz belegt haben, waren wir aus Baden die beste Mannschaft.

Außerdem haben wir, die Zisch-Reporter und Schachspieler Tim Scholten, Simon Schwientek, Jara Steinkemper und Valentin Wehrle aus der Klasse 4b der Grundschule Kandern noch Tom George interviewt, einen der Hauptschiedsrichter und Leiter des Freizeitteams der Deutschen Schulschachmeisterschaft für Grundschulmannschaften:

Zisch: Wie lange spielen Sie schon Schach?
George: Ich spiele Schach, seit ich sechs Jahre alt war, also seit 21 Jahren.
Zisch: Haben Sie schon einmal selbst an der Deutschen Grundschulschachmeisterschaft teilgenommen?.
George: Ja, als ich in der Grundschule war, habe ich auch an der Deutschen Grundschulschachmeisterschaft mitgemacht und habe noch gute Erinnerungen daran.
Zisch: Was war bisher Ihr größter Erfolg im Schach?
George: Ich war zwei Mal Thüringer Meister und letztes Jahr bin ich mit meiner Mannschaft zusammen in die Oberliga aufgestiegen.
Zisch: Seit wann organisieren Sie die Deutsche Schulschachmeisterschaft der Grundschulen?
George: Ich helfe seit 2005 bei der Organisation dieser Meisterschaft mit, damals fand sie noch in Dittrichhütte, das liegt auch in Thüringen, statt.
Zisch: Was motiviert Sie, die Deutsche Schulschachmeisterschaft zu organisieren?
George: Ich finde es toll, wenn Kinder gerne Schach spielen und nach dem Turnier mit einem Lächeln den Raum verlassen. Außerdem ist es toll, so viele Kinder auf einmal hier zu haben, die Schach als Leidenschaft haben und die so gute Schachspieler sind.
Zisch: Wie viel Zeit stecken Sie in das Turnier?
George: Während des gesamten Turniers arbeiten hier alle im Team 14 bis 15 Stunden pro Tag. Das beginnt schon am Samstag mit dem Aufbau und dauert bis Mittwoch, dem Ende der Meisterschaft.
Zisch: Was hat Ihnen an diesem Turnier besonders gefallen?
George: Am besten gefiel mir dieses Jahr das Simultanturnier, bei dem ich selber mit den Kindern Schach spielen konnte.
Zisch: Was braucht man, um ein guter Schachspieler zu sein?
George: Als Allererstes braucht man viel Geduld. Es braucht einen Marathon, um Profi zu werden. Man muss sich viel mit Schach beschäftigen, viel mit Trainingspartnern üben, viel Zeit investieren und in Büchern und im Internet Dinge über Schach nachschauen. Aber bei allem ist eines ganz wichtig: Man muss dabei Spaß haben!