Zuschüsse für große Flughäfen

Thorsten Knuf

Von Thorsten Knuf

Sa, 13. Februar 2021

Wirtschaft

Bund und Länder sind sich einig.

. In der Corona-Pandemie greifen Bund und Länder den deutschen Flughäfen finanziell unter die Arme. Zuschüsse bekommen aber nur die 15 größten Airports. Sie sollen von Bund und Ländern mehr als eine Milliarde Euro dafür erhalten, dass sie während des ersten Lockdowns im Frühjahr ihre Infrastruktur aufrechterhalten haben. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden.

Die kleineren Landeplätze, wie Karlsruhe/Baden-Baden oder Friedrichshafen, bekommen keine direkte Unterstützung. Sie werden aber bei den Flugsicherungsgebühren entlastet, wie aus einem Papier der zuständigen Bundesministerien und der Koalitionsfraktionen hervorgeht.

Für die großen Flughäfen sieht der Plan vor, dass der Bund nur dann zahlt, wenn das jeweilige Bundesland einen Zuschuss in selber Höhe zusagt. Voraussetzung für die Unterstützung ist überdies, dass für das Jahr 2020 keine Dividenden an die Anteilseigner und keine Boni an das Management gezahlt werden. Der Stuttgarter Flughafen soll laut Landesfinanzministerium 30 Millionen Euro erhalten, die sich Land und Bund teilen.

Besondere Verantwortung trägt der Bund für die Flughäfen Berlin, München und Köln-Bonn, an denen er direkt beteiligt ist. Sie bekommen insgesamt 400 Millionen Euro vom Bund. Bei den anderen Airports (Bremen, Dresden, Düsseldorf, Erfurt, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Leipzig, Münster/Osnabrück, Nürnberg, Saarbrücken und Stuttgart) geht es um eine Summe des Bundes von 200 Millionen Euro und um Vorhaltekosten der Flughäfen von März bis Ende Juni 2020.