Zwei Menschen sterben bei Zugunglück

dpa

Von dpa

Do, 09. Juli 2020

Panorama

Dem Unfall an der deutsch-tschechischen Grenze liegt menschliches Versagen zu Grunde.

Nach dem tödlichen Zugunglück im tschechischen Grenzgebiet zu Sachsen ist die Identität des deutschen Opfers geklärt. Es handele sich um einen 49 Jahre alten Mann aus dem Erzgebirge, teilte das sächsische Innenministerium in Dresden am Mittwoch mit.

Der Mann war ebenso wie ein Tscheche bei dem Unglück am Dienstagnachmittag ums Leben gekommen. Zwei Züge der tschechischen Bahn (CD) waren auf der eingleisigen Strecke zwischen Karlsbad (Karlovy Vary) und dem sächsischen Johanngeorgenstadt mit hoher Geschwindigkeit frontal zusammengestoßen.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand deutet alles auf menschliches Versagen als Ursache hin. Die Polizei hatte einen der beiden Lokführer bereits kurz nach dem Unglück festgenommen. Ihm wird fahrlässige Gefährdung der Allgemeinheit zur Last gelegt. Der Leiter der Eisenbahninspektion, Jan Kucera, sagte, der Mann habe noch nicht verhört werden können. Aus Tonaufzeichnungen der Funkkommunikation zwischen ihm und dem Fahrdienstleiter gehe hervor, dass der Lokführer auf den entgegenkommenden Zug hätte warten müssen.