900 Jahre in die Vergangenheit

Klasse 4b, Thaddäus-Rinderle-Schule

Von Klasse 4b, Thaddäus-Rinderle-Schule (Staufen)

Fr, 27. März 2020

Zisch-Texte

ZISCH-AKTIONSTAG: Auf Zeitreise im Freiburger Augustinermuseum lernen Zisch-Reporter aus Staufen, dass das mittelalterliche Klo ein prima Fundort ist.

Am 10. März fuhren wir, die Klasse 4b der Thaddäus-Rinderle-Schule in Staufen, nach Freiburg ins Augustinermuseum zu einem Zisch-Aktionstag: "Zünftige Zeiten. Handwerk, Handel und Leben im mittelalterlichen Freiburg."

Dort angekommen erwarteten uns Sonja Zellmann von der BZ und die Museumspädagogin Angelika Zinsmaier, die uns durch die Ausstellung im Untergeschoss des Augustinermuseums führte, die sie sich mit ein paar Kollegen extra für die 900-Jahr-Feier Freiburgs überlegt hat. Angelika Zinsmaier begeisterte uns alle: Sie erzählte so spannend und verständlich, dass die Zeit wie im Fluge verging.

In der Ausstellung gibt es viele Vitrinen mit Dingen, zum Beispiel alte Lederschuhe, Münzen oder Knochen, die unter den Häusern Freiburgs gefunden wurden. Angelika Zinsmaier erklärte uns, dass die Archäologen diese Fundstücke ganz vorsichtig reinigen und mit bestimmten Nummern versehen, so dass man später noch weiß, wo man sie gefunden hat.

Wir erfuhren, dass unter dem Münster früher ein Friedhof war und man deshalb viele Knochen gefunden hat, als dort vor ein paar Jahren eine Baustelle war. Anhand der Skelette können die Archäologen herausfinden, an was die Menschen damals gestorben sind. Das war ganz schön gruselig, aber auch spannend.

Sehr lustig wurde es, als uns Angelika Zinsmaier von den Augustinermönchen erzählte. Viele Fundstücke wurden nämlich unter den Klostermauern gefunden. "Was glaubt ihr wohl? In welchen Räumen das Klosters haben wir diese Dinge gefunden?", fragte sie und zeigte dabei auf eine Vitrine mit einer Brille, einem Backgammon-Spiel und einer kleinen Taschen-Sonnenuhr.

"Viele Dinge wurden tatsächlich in der Latrine des Klosters gefunden." Wir stellten uns vor, wie ein Mönch beim Lesen auf dem Klo erwischt wurde und ihm vor Schreck die Brille ins Klo fiel. Da war das Gelächter groß. Aber am tollsten war, dass man nicht nur alles anschauen, sondern auch ganz viel ausprobieren durfte.

Angelika Zinsmaier hat sich mit ihrem Team für die Ausstellung ganz viele praktische Stationen ausgedacht: Es gab zum Beispiel eine tolle Bauecke, in der man Freiburg vor 900 Jahren nachbauen konnte. Außerdem durften wir uns als mittelalterliche Kinder oder Ritter verkleiden und Kinderspiele von früher ausprobieren. Das hat sehr viel Spaß gemacht und war sehr komisch.

Das Museumsteam hat es mit seinen Ideen geschafft, Lernen mit Spaß zu verbinden, und wir waren alle sehr motiviert dabei.

Unser Tipp: Besucht unbedingt diese Ausstellung, wenn es nach Corona wieder möglich ist! Es gibt viel zu entdecken und auszuprobieren und man lernt nebenbei ganz viel!