Abstand vor der Luftfahrt

Dieter Maurer

Von Dieter Maurer

Di, 06. Oktober 2020

Skispringen

Aufwändiges Hygienekonzept bei den OPA-Wettkämpfen.

(ma). Es war ungewöhnlich still, fast geisterhaft bei den OPA-Spielen des nordischen Skinachwuchses im Adler-Skistadion in Hinterzarten. Zuschauer waren nicht erlaubt. Gratulationen erfolgten per Faust-Berührung. Der Skiclub Hinterzarten musste der Corona-Pandemie Tribut zollen. Wettkampfleiter Michael Lais hatte nicht nur den sportlichen Ablauf zu organisieren, sondern auch ein Hygienekonzept zu entwickeln. "Wir haben uns im Vorfeld viele Gedanken über das Wie gemacht," erzählt die Skiclub-Vorsitzende Tanja Metzler. Der von Michael Lais im Rathaus vorgelegte Entwurf wurde vom Ordnungsamt geprüft und für gut befunden. Er beinhaltete viele Einschränkungen: kein Zutritt für Zuschauer und Absperrung der Zugangswege. "Damit hatten wir auch keine Einnahmen durch die Zuschauer", so Metzler. Der DSV und die OPA-Organisation haben den Skiclub finanziell unterstützt: "Unser Budget im niedrigen fünfstelligen Bereich ist nahezu gedeckt."

Aufenthalte im Betriebsgebäude waren auf ein Minimum zu beschränken, das Tragen von Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Externen Besuchern war das Betreten des Betriebsgebäudes strikt untersagt. Den Mannschaften standen jeweils zwei Hütten im Auslaufbereich zur Verfügung. Dort konnten sich die Sportler umziehen. Der Transport der Athleten vom Aus- zum Anlaufbereich erfolgte per Bahn. Auf den Dreier-Sitzbänken war der mittlere Sitz freizuhalten, auf dem Sprungrichterturm sowie im Trainerbereich herrschte Masken-Pflicht. Selbst bei der Siegerehrung mussten die Sportler Masken tragen. Der sportliche Leiter des Deutschen Skiverbands, Sepp Buchner, lobte: "Die Wettkämpfe in Hinterzarten haben gezeigt, dass bei einer guten Konzeption Skiwettkämpfe möglich sind."