Fragen & Antworten

Am heutigen Mittwoch beginnt die Handball-WM in Ägypten

dpa

Von dpa

Mi, 13. Januar 2021 um 08:02 Uhr

Nationalmannschaft

Zuschauer werden nicht dabei sein, wenn die Handball-WM mit einem Match der Gastgeber gegen Chile startet. Dänemark ist Favorit auf den Titel – und Deutschland hat es in der Vorrunde wohl nicht schwer.

Es hat im Vorfeld viele Diskussionen gegeben, aber die Handball-WM in Ägypten, die an diesem Mittwoch mit dem Spiel des Gastgebers gegen Chile (18 Uhr) beginnt und am 31. Januar endet, wird stattfinden. Zum zweiten Mal wird sie im Land der Pyramiden ausgetragen – 1999 war das bereits einmal der Fall. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten zum Turnier.

Was ist besonders an der WM 2021?
Zum ersten Mal wird eine Weltmeisterschaft mit 32 Teams ausgetragen. Und erstmals überhaupt findet eine WM unter Corona-Bedingungen statt – nun doch ohne Zuschauer.Jedem der vier Spielorte ist ein Hotel zugeteilt, welches die Nationalspieler und alle anderen an der WM Beteiligten nur in Ausnahmefällen verlassen dürfen. Zum Beispiel, um zu trainieren oder für die WM-Partien. Außerdem darf aufgrund der Corona-Pandemie mit größeren Teams als sonst gespielt werden. Der Weltverband (IHF) lässt 20er-Kader und damit vier aktive Spieler mehr zu, ohne dass das Wechselkontingent der Mannschaften belastet wird. Aus diesem Kader können die Nationaltrainer am Vorabend ihre jeweils 16 Spieler für eine WM-Partie auswählen.

Wo finden die Spiele statt?
Es gibt vier Schauplätze für die insgesamt 108 Partien. Der Großteil des Turniers wird sich in Ägyptens Hauptstadt Kairo abspielen, wo sich die Cairo Stadium Sports Hall und die New Capital Sports Hall befinden. Weitere Spielorte sind die Borg Al Arab Sports Hall in Alexandria sowie die nach dem Weltverbandspräsidenten benannte Hassan Moustafa Sports Hall in Gizeh. Dort, in der Nähe der berühmten Pyramiden, wird das deutsche Team seine Vorrundenspiele bestreiten.

Wer sind die Vorrundengegner der deutschen Auswahl?
Das Team von Bundestrainer Alfred Gislason trifft in der Gruppe A auf Gegner von verschiedenen Kontinenten. Los geht es am Freitag gegen Uruguay, zweiter Gegner ist am Sonntag Kap Verde. Gegen die beiden WM-Neulinge ist die deutsche Auswahl klarer Favorit. Im letzten Vorrundenspiel gegen die Mannschaft aus Ungarn am 19. Januar dürfte es sehr wahrscheinlich um den Gruppensieg und wichtige Punkte für die nächste Turnierphase gehen.

Nach welchem Modus wird gespielt?
In den acht Vorrundengruppen spielen jeweils vier Mannschaften. Die besten drei Teams aus jeder Gruppe kommen in die Hauptrunde, in der in vier Gruppen weitergespielt wird. Die Vorrundenergebnisse gegen die anderen Hauptrundenteilnehmer aus der eigenen Gruppe werden mitgenommen. Die jeweils besten zwei Mannschaften der Hauptrundengruppen erreichen das Viertelfinale. Ab hier geht es im K.o.-Modus weiter.

Wo kann man die WM verfolgen?
ARD und ZDF übertragen abwechselnd alle Spiele der deutschen Mannschaft live. Auch der TV-Sender Eurosport wird einige Spiele der WM zeigen. Wer alle Spiele des Turniers sehen möchte, ist beim Streaminganbieter sportdeutschland.tv richtig.

Wer sind die heißesten Anwärter auf den Titel?
Anders als die deutsche Mannschaft, die auch coronabedingt auf zahlreiche Stammkräfte verzichten muss, treten die anderen Top-Nationen nahezu in Bestbesetzung an. Favorit ist Olympiasieger und Titelverteidiger Dänemark. Auch auch Norwegen, Europameister Spanien, Frankreich und Kroatien rechnen sich gute Chancen aus, die Heimreise mit Goldmedaillen anzutreten.

Gibt es bereits Corona-Fälle?
Ja. Kurz vor dem Auftakt herrscht bei mehreren Teilnehmern Corona-Alarm. Laut Medienberichten sind etliche Spieler der USA und des deutschen Vorrundengegners Kap Verde im Trainingslager positiv getestet worden. Beim Insel-Team aus Afrika, gibt es demnach sieben Corona-Fälle. Bei den US-Amerikanern sollen es sogar 18 sein. Eine offizielle Stellungnahme des Handball-Weltverbandes gab es zunächst nicht. Sollte ein Team nicht starten können, wäre Nordmazedonien erster Nachrücker. Auch die Schweiz mit Spielmacher Andy Schmid (Rhein-Neckar Löwen) steht auf Abruf bereit.