Ein Referendum von großer Brisanz

Annemarie Rösch

Von Annemarie Rösch

Di, 18. Juli 2017

Ausland

Sollten Nordiraks Kurden für die Unabhängigkeit stimmen, muss am Ende nicht automatisch ein eigener Staat stehen.

Das Vorhaben der kurdischen Autonomieregierung in Nordirak ist konfliktträchtig: Zwar steht der Norden des Iraks bereits seit dem Irak-Krieg 2003 unter kurdischer Selbstverwaltung. Doch das für September geplante Unabhängigkeitsreferendum soll den Weg zur kompletten Unabhängigkeit ebnen. Hier ein Überblick über die Lage der Kurden und welche Folgen die Abstimmung haben könnte.

Könnte ein unabhängiger Nordirak

die kurdische Einheit vorbereiten?
Die Kurden sind mit 30 Millionen Menschen das größte Volk der Welt ohne einen eigenen gemeinsamen Staat. Dennoch ist unwahrscheinlich, dass es je dazu kommen wird. Das liegt daran, dass sich das kurdische Siedlungsgebiet auf vier Staaten verteilt: die Türkei, den Irak, Syrien und den Iran. In den meisten Gebieten, in denen Kurden leben, gibt es auch andere Ethnien. Zudem bilden die Kurden religiös keine Einheit: Die Mehrheit sind Sunniten, drei bis fünf Prozent gehören den Schiiten an, 15 dem Alevitentum und etwa fünf Prozent sind Jesiden, die eine eigene Religion bilden, in ...

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