Übergriffe

Wie ist die Lage der Frauen in der arabischen Welt?

Martin Gehlen

Von Martin Gehlen

Sa, 09. Januar 2016 um 00:01 Uhr

Ausland

Täglich erleben viele Frauen in der arabischen Welt sexuelle Gewalt und schamlose Grapschereien. Ein Grund dafür ist, dass Frauen nicht als gleichberechtigte Partnerinnen angesehen werden.

So manchem fiel nach den Ereignissen in Köln und Hamburg sofort der Tahrir-Platz in Kairo ein. Was dort am 11. Februar 2011, am Abend des Rücktritts von Ägyptens Diktator Hosni Mubarak, mit dem Missbrauch der CBS-Journalistin Lara Logan durch Dutzende junger Männer begann, wuchs sich in den folgenden Jahren zu regelmäßigen sexuellen Massenverbrechen gegen Frauen aus, an denen sich rasende Mobs von Hunderten junger Täter beteiligten.

"Es ist eine Schande", schimpfte damals aus dem fernen Washington Hillary Clinton, sprach von einem "tief beunruhigendes Muster" und nannte solche Exzesse "eines so großen Volkes unwürdig".

Übergriffe gegen Frauen sind in Ägypten, aber auch anderen Nationen des Nahen Osten weit verbreitet, nicht nur auf öffentlichen Plätzen, auch im Alltagsleben und in den Familien. Von einem "sozialen Krebs" spricht eine Studie des "Ägyptischen Zentrums für Frauenrechte", nach der 83 Prozent der ägyptischen Frauen sexuelle Gewalt erleben, 46 Prozent sogar täglich – egal ob verschleiert oder unverschleiert. "Ich werde Tag für Tag hundert Mal angemacht. Ich habe alles versucht, dies zu stoppen, aber es hört einfach nicht auf", berichtete eine junge Frau, die als Verkäuferin arbeitet.

Die ...

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