Berlin

Selbstbemalungen und Selbstverletzungen - die Werkschau von Günter Brus

Yvonne Ziegler

Von Yvonne Ziegler

Di, 24. Mai 2016

Ausstellungen

Eine groß angelegte Werkschau von Günter Brus in Berlin – vom frühen radikalen Aktionismus bis zu den späteren poetisch-märchenhaften Bild-Dichtungen.

Wien, 5. Juli 1965. Ein Mann spaziert durch die Stadt, den Körper weiß bemalt. Von Kopf bis Fuß ein mittig gesetzter schwarzer Pinselstrich. Nach kurzer Zeit wird die Aktion von der österreichischen Polizei unterbunden und der Künstler Günter Brus (geboren 1938) abgeführt. München, 19. Juni 1970. Günter Brus schneidet sich mit einer Rasierklinge in den Oberschenkel, trinkt den eigenen Urin, setzt sich schmerzhaften Prozeduren aus und führt schließlich die Rasierklinge mittig über den kahl rasierten Schädel.

Zwischen dem "Wiener Spaziergang" und der Münchner Aktion "Zerreißprobe" liegen fünf Jahre künstlerischer Radikalisierung. Die Berliner Ausstellung "Günter ...

BZ-Archiv-Artikel

Einfach registrieren und Sie können pro Monat 5 Artikel kostenlos online lesen - inklusive BZ-Plus-Artikel und BZ-Archiv-Artikel.

Gleich können Sie weiterlesen!

Exklusive Vorteile:

  • 5 Artikel pro Monat kostenlos
  • BZ-Plus-Artikel lesen
  • Online-Zugriff auf BZ-Archiv-Artikel
  • Qualitätsjournalismus aus Ihrer Heimat
  • An 18 Standorten in Südbaden – von 150 Redakteuren und 1500 freien Journalisten
  • Verwurzelt in der Region. Kritisch. Unabhängig.
  • Komfortable Anzeigenaufgabe und -verwaltung
  • Weitere Dienste wie z.B. Nutzung der Kommentarfunktion
  • Zugang zu mehreren Portalen der bz.medien: badische-zeitung.de, fudder.de und schnapp.de

* Pflichtfelder

Anmeldung

* Pflichtfelder

Meine BZ