Baubeginn 20. September

Bahn baut bald Lärmschutzwände in Friesenheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 09. September 2021 um 09:00 Uhr

Friesenheim

Die Deutsche Bahn baut in Friesenheim zwei Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von rund 480 Metern. Über das Lärmsanierungsprogramm des Bundes werden rund 1,1 Millionen Euro investiert.

Am 20. September sollen die Arbeiten beginnen.

Die Lärmschutzwand östlich des Bahnhofs beginnt auf Höhe des Bahnhofsgebäudes und verläuft rund 260 Meter in südlicher Richtung. Die Lärmschutzwand westlich des Bahnhofs beginnt nördlich der Parkplätze, auf Höhe der Laderampe, und verläuft in südlicher Richtung bis zur Brücke der L118. Die Lärmschutzwände werden drei Meter hoch und bestehen aus hoch-schallabsorbierenden Leichtmetall-Elementen, teilt die Bahn mit. Im Bereich des Bahnsteigs auf der Westseite wird die obere Hälfte mit transparenten Elementen ausgeführt.

Beide Schallschutzwände sollen die Anwohner entlang der Bahnstrecke vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlasten. Auch weiter entfernt liegende Häuser und Wohnungen profitieren laut Bahn davon. Zudem seien passive Lärmsanierungsmaßnahmen geplant wie der Einbau von Schallschutzfenstern oder Lüftern – die Eigentümer der jeweiligen Gebäude würden vorab über Fördermöglichkeiten informiert.

Die Arbeiten auf der Ostseite dauern voraussichtlich bis Ende Oktober

Die nächtlichen Bauarbeiten beginnen auf der östlichen Seite der Bahnstrecke und dauern voraussichtlich bis Ende Oktober. Im Anschluss beginnen die Arbeiten auf der westlichen Seite des Bahnhofs. Diese Arbeiten finden tagsüber statt und dauern voraussichtlich bis Ende November. Für die Fertigstellung der Lärmschutzwand auf der Westseite sind Anfang 2022 auch nächtliche Bauarbeiten erforderlich.

"Während der Bauarbeiten kommen moderne, lärmgedämpfte Geräte zum Einsatz. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt der Bau der Schallschutzwände teilweise unter Sperrung der Gleise in der Nacht", teilt die Bahn weiter mit und bittet alle betroffenen Anwohner um Verständnis.

Das Programm "Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes" fördert der Bund seit 1999. Gefördert werden Schallschutzwände sowie schalldichte Fenster und Lüfter in Gebäuden, in Einzelfällen auch Dämmungen von Außenfassaden und Dächern. Da die Lärmsanierung eine Wertsteigerung des Objektes bedeutet, tragen die Eigentümer ein Viertel der Kosten.