Schwarzwald

Betreiber hält an Hochfirst-Standort für neuen Funkmast fest

Peter Stellmach

Von Peter Stellmach

Fr, 06. August 2021 um 21:20 Uhr

Titisee-Neustadt

Es sei die beste Lage für die Versorgung und zudem am schonendsten für den Wald: Den Protesten zum Trotz hält die Deutsche Funkturm am geplanten Standort für ihren neuen Funkmast am Hochfirst fest.

"Aufgrund der statischen Auslastung des Hochfirstturms, die sich (...) nicht nur auf die Funkinfrastruktur, sondern auch den Personenverkehr bezieht, müssen wir einen Alternativstandort für unsere Funkdienste und zukünftige Antennen errichten." Das hat Lea Borgers, Sprecherin des Unternehmens, auf Anfrage der BZ festgestellt. "Bei der Standortsuche haben wir mehrere Alternativen betrachtet und auch den vorgeschlagenen Ersatzstandort der Gemeinde Titisee-Neustadt auf Eignung geprüft", erläutert Borgers weiter.

Ein Mobilfunkstandort müsse in erster Linie funktechnisch geeignet sein, das bedeute, es muss das Versorgungsziel erreicht werden können. Dazu sei es wichtig, "dass der Standort möglichst nah am Gebiet liegt, es keine Hindernisse zwischen dem Standort und dem Versorgungsgebiet gibt, der Mast gut angebunden werden kann und wir eine Möglichkeit bekommen, diese Fläche zu mieten."

Die funktechnische Lage des geplanten Standorts sei aufgrund seiner Nähe zur Hangkante deutlich besser als der vorgeschlagene Alternativstandort. Zudem könne das vorhandene Technikgebäude weiterhin genutzt werden; die vorhandenen Stromanschlüsse aller Netzbetreiber ließen sich ohne Umbau weiterhin verwenden. Borgers: "Damit wird wesentlich weniger Fläche benötigt, der Eingriff in die Waldfläche fällt schonender aus."

Die DFMG betreibt nach eigenen Angaben in Deutschland mehr als 32.800 Funkstandorte. Jeder Standort und jeder neu geplante Standort unterliege der Genehmigungspflicht der Bundesnetzagentur, die unter anderem elektromagnetische Felder von Funkanlagen überwache. Das deutsche Mobilfunk-Genehmigungsverfahren sei weltweit eine der umfassendsten Methoden zum Schutz vor elektromagnetischen Feldern. Nach Fertigstellung des Standorts werde die Einhaltung der Grenzwerte laufend geprüft.