Attacke der Bettwanzen

Hubertus Breuer

Von Hubertus Breuer

Sa, 31. März 2012

Bildung & Wissen

Sie lassen die Häuserpreise purzeln und bringen Kammerjäger zur Verzweiflung: Hochresistente Bettwanzen.

Es geschah wohl zu Zeiten, als der Mensch noch in Höhlen hauste. Die ersten Wanzen, bis dahin auf Fledermausblut spezialisiert, ließen von ihrer gewohnten Speise ab und stachen fortan jene Zweibeiner, die heute in Häusern, Wohnungen und Hotels nächtigen. "Zivilisationsfolger" nennt man solch anhängliche Tiere in der Fachsprache – so wie Filzläuse, Mäuse oder Silberfischchen. In den 1960er-Jahren galten Wanzen in Industrienationen dank des Schädlingsbekämpfungsmittels DDT als weitgehend ausgerottet. Doch Mitte der 1990er-Jahre kehrte die Wanze zurück – und es begann, was man heute eine Invasion nennen muss.

Ausgerechnet die Supermacht USA befindet sich fest im Griff der kleinen Stechtiere – und dort vor allem die Stadt New York. Nicht nur in den ärmeren Vierteln der Metropole machen sich Wanzen breit. Sie hausen auch in Geschäften wie dem Dessousladen Victoria Secret, der ehrwürdigen Carnegie Hall und dem Empire State Building. 2004 waren in der Millionenstadt noch 537 Verwanzungen aktenkundig, 2010 schnellte die Zahl auf 12 768 hoch. Auch die aktuelle Statistik aus ...

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