"Brutal steil"

Jürgen Ruoff

Von Jürgen Ruoff

Fr, 13. August 2021

Mountainbike

Mountainbikerin wird beim Ischgl Ironbike Marathon Zweite.

"Teilweise war es brutal steil", sagt Mountainbikerin Adelheid Morath nach der Teilnahme am Ischgl Ironbike Marathon über 76,8 Kilometer mit 3700 Höhenmetern. Wenn das ihr, die Steigungen liebt, schon mal extrem steil vorkommt, muss es wirklich grenzwertig gewesen sein. Die 37-Jährige realisierte bei dieser Tortur die zweitbeste Zeit und lag nur 15 Sekunden hinter der Schweizerin Ariane Lüthi zurück.

Sie sei das Rennen bewusst "schnell angegangen", auch auf die Gefahr hin, dass sie hintenraus einbreche. "Ich wollte es riskieren und provozieren", sagt Morath, die in St. Märgen aufgewachsen ist und in Stegen wohnt. Zum anderen war sie mit einem Fully unterwegs, das deutlich mehr Gewicht hat als ein renntaugliches Hardtail. "Ich wollte es mir bewusst ein bisschen schwerer machen", sagt Morath. Sie erreichte ihr Ziel: Gegen Ende des Rennens hatte sie Mühe, "es ging zweimal bis auf 2700 Meter hoch, das war schon brutal. Eigentlich sollte man für so ein Rennen einen Höhentrainings-Block machen", dafür fehle ihr im Moment aber die Zeit. Morath hat jedoch die Hoffnung, dass sich die gesetzten Reize demnächst auszahlen. Für den Ischgl Ironbike Marathon und Montafon Bike Marathon, bei dem Adelheid Morath ebenfalls Zweite geworden war, gibt es eine Kombiwertung, die die zweimalige Olympiastarterin gewonnen hat.

Kurzfristig hat sich ergeben, dass Morath mit der Österreicherin Angelika Tazreiter als Zweierteam beim Swiss Epic vom 17. bis 21. August starten wird. Sie nehmen am Fünf-Etappen-Rennen über 327 Kilometer und 11 000 Höhenmeter als Davos-Klosters-Frauenteam teil. "Das war eine schöne Überraschung, als wir erfahren haben, dass wir da mitmachen dürfen. Ich freue mich riesig und werde das Beste draus machen", verspricht Morath.