Das Leben mit Mika

Amelie Dangelmaier, Klasse 4a, Schneeburgschule

Von Amelie Dangelmaier, Klasse 4a, Schneeburgschule (Freiburg)

Fr, 29. November 2019

Zisch-Texte

Zisch-Reporterin berichtet über ihren Cousin, der behindert ist.

Ich habe einen Cousin, der heißt Mika und ist acht Jahre alt. Er kam mit einem Gen-Defekt auf die Welt. Morbus Alexander heißt das und es ist ein Defekt im Gehirn. Manchmal bekommt Mika epileptische Anfälle und braucht dann sofort Medizin. Schon öfters musste Mika mit dem Krankenwagen und einmal sogar mit dem Hubschrauber geholt werden, da so ein Anfall nicht mit der Medizin gestoppt werden konnte.

Für uns ist Mika was ganz Besonderes. Einmal am Tag muss Mika inhalieren und er muss rund um die Uhr betreut werden. Außerdem muss er noch gewickelt werden und das ist gar nicht so einfach. Mika sitzt in einem Rollstuhl und er kann nicht sprechen und laufen. Essen kriegt er durch einen Schlauch in den Bauch, das nennt man Magensonde.

Wasser zum Trinken bekommt er mit einer Spritze durch die Sonde. Auch ich habe ihm damit schon oft Wasser gegeben. Es ist wichtig, das langsam zu machen und dazwischen eine Pause zu machen, sonst muss Mika brechen.

Seine Eltern haben ihr Auto umgebaut, damit Mika mit dem Rollstuhl über eine Rampe reingeschoben werden kann. Im Haus gibt es für ihn einen Treppenlift.

Mika besucht die Janusz-Korczak-Schule in Freiburg. Das ist eine Einrichtung für schwer geistig und mehrfach behinderte Kinder und Jugendliche. Jeden Morgen wird Mika von einem behindertengerechten Taxi abgeholt und am Nachmittag wieder nach Hause gebracht. Jedes Jahr im Sommer geht Mikas Klasse auf so eine Art Landschulheim in den Schwarzwald. Auch wir waren schon zweimal mit Mika und seinen Eltern im Urlaub an der Nord- und Ostsee. Ich wünsche mir, dass wir das bald mal wieder machen.