Das stört lediglich die Waldbewirtschafter

Bernhard Scherer (St. Georgen )

Von Bernhard Scherer (St. Georgen )

Sa, 05. September 2020

Leserbriefe

Erstens gibt es im Müllheimer Eichwald keine Hirsche, demnach auch keine Verbissschäden durch Hirsche; zweitens ist "der Wald" nicht durch Wildverbiss bedroht. Das stört lediglich die Försterin, den Förster, die Waldbewirtschafterin, den Waldbewirtschafter, weil sie oder er dadurch einen Wertverlust befürchtet und lieber möglichst kerzengerades und astfreies Stammholz heranziehen will.

Eichenwälder wurden früher nicht nur vom Wild verbissen, sondern auch von diversen Haustieren beweidet und entwickelten sich trotzdem zu alten Wäldern. Die nicht durch Fichten oder Douglasien ersetzten Reste dieser alten Eichenwälder sind heute vielfach besonders geschützte und ökologisch intakte Waldstücke. Auf die von der Forstwirtschaft verursachten ökologischen Schäden, zum Beispiel bei der Walderschließung oder in Bezug auf die Wasserspeicherung (Entwässerungsgräben, auch entlang der Forstwege, Fichtenwirtschaft et cetera) will ich hier gar nicht weiter eingehen.

Bernhard Scherer, St. Georgen