GDL-STreik

Das Verhalten ist beschämend

Wilhelm Kolb

Von Wilhelm Kolb (Hartheim)

Sa, 11. September 2021

Leserbriefe

Zu: "Gericht stoppt Lokführerstreit nicht", Agenturbeitrag (Wirtschaft, 4. September)

Hier wird das Streikrecht missbraucht, um die Machtposition des Vorsitzenden einer kleinen Gewerkschaft auszunutzen. Und die Gerichte stimmen dem noch zu und dokumentieren damit, dass Streikrecht höher einzuschätzen ist als der Schutz der Bevölkerung vor Corona und einer Missachtung des Klimaschutzes.

So führt in den wenigen Zügen das große Gedränge sicher nicht zu einer Verbesserung der Pandemie. Die steigenden Zahlen sind hierfür ein Zeichen. Außer dem wirtschaftlichen Schaden, der schon durch Corona und Hochwasser auch bei der Bahn durch den Streik entstanden ist, wird auch der Klimaschutz belastet. Die Warenlieferungen, die mit der Bahn erfolgen sollten, müssen nun per Lkw erfolgen, um die Lieferketten einigermaßen aufrecht zu erhalten. Das Verhalten der GDL ist beschämend. Es dient wohl lediglich einem Machtspielchen des Vorsitzenden und widerspricht dem Sinn der gewerkschaftlichen Ideologie. Gewerkschaften sind wichtig und werden gebraucht, aber das Verhalten der GDL hat mit den Zielen einer Gewerkschaft nicht mehr viel zu tun. Wilhelm Kolb, Hartheim