Das Viertelfinale ist Endstation

Georg Gulde

Von Georg Gulde

Mo, 08. April 2019

USC Eisvögel

Freiburgs Basketballerinnen verlieren das entscheidende Spiel in Wasserburg mit 52:67 – und treten nun eine lange Pause an.

FREIBURG. Die Spielzeit 2018/19 ist für die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburg seit Samstagabend, 20.40 Uhr, zu Ende. Die Auswahl unterlag im entscheidenden dritten Playoff-Viertelfinalspiel beim elfmaligen Deutschen Meister TSV Wasserburg 52:67 (17:8, 10:18, 11:18, 14:23). "Ich bin dennoch sehr stolz auf meine Mannschaft", sagte Eisvögel-Trainerin Hanna Ballhaus nach dem Aus. Vor der dritten Partie hatten beide Teams ihre Heimspiele gewonnen – Wasserburg mit 81:80, der USC Freiburg mit 73:66.

Im Gegensatz zu den drei anderen Viertelfinals wurde der Sieger zwischen dem Hauptrundenvierten aus Bayern und dem Hauptrundenfünften aus Südbaden erst in der dritten Partie ermittelt. Nach 20 Spielen waren Wasserburg und der USC punktgleich gewesen, durch den gewonnenen direkten Vergleich (2:0 Siege) hatte der TSV den Heimvorteil im dritten Spiel erhalten. In den anderen K.o.-Spielen hatten sich die Favoriten bereits am vergangenen Dienstag oder Mittwoch mit 2:0 Erfolgen behauptet – Herne gegen Braunschweig, Keltern gegen Göttingen und Marburg gegen Hannover.

In den Halbfinals, die ebenfalls nach dem Modus Best of three ausgetragen werden und die am kommenden Samstag beginnen, kommt es nun zu den Duellen Herne – Wasserburg sowie Keltern – Marburg. Titelfavorit ist der deutsche Pokalsieger und Hauptrundenbeste Herner TC. Für Aufsteiger USC Freiburg ist die Spielzeit 2018/19 hingegen abrupt zu Ende gegangen. Nach der fast 500 Kilometer langen Rückreise in der Nacht zum Sonntag werden sich die Eisvögel zwar noch zu einem Saisonabschluss treffen, gemeinsames Training gibt’s aber bis August nicht mehr.

Die dritte Partie begann vielversprechend für die USC-Frauen. Im ersten Viertel startete die Mannschaft offensiv effektiv und defensiv kompakt. Und das, obwohl Centerin Audrey-Ann Caron-Goudreau fehlte – wegen einer Gehirnerschütterung, die sie in der zweiten Partie am vergangenen Dienstag erlitten hatte. Auch Luisa Nufer (Handverletzung) war nicht dabei. Spielmacherin Ilse Jakobsone ging voran, traf Dreier – und in der Sporthalle in Wasserburg wurden die TSV-Fans noch leiser. 550 Zuschauer waren eine magere Kulisse für dieses entscheidende Spiel. Das lag wohl an den zeitgleich spielenden Kickern von Bayern München, die das Spitzenspiel gegen Dortmund mit 5:0 gewannen. Aber schon im zweiten Viertel fanden die Gastgeber in die Partie zurück, verkürzten den Rückstand in einer punktearmen Partie bis zur Halbzeit auf einen Zähler (26:27).

Ganz anders verliefen die zweiten 20 Minuten. Als U-18-Europameisterin Leonie Fiebich, die trotz einer im zweiten Spiel kurz vor Schluss erlittenen Verletzung dabei war, mit einem Dreier ihr Team erstmals in Führung brachte (29:27), ging es mit dem Gast langsam, aber sicher bergab. In der Restspielzeit konnten die Eisvögel nicht mehr gleichziehen. Der Akku war spätestens drei Minuten vor Partie-Ende leer, bei einigen Spielerinnen schon früher. Und bereits eine Minute vor Schluss der Partie klatschte Trainerin Hanna Ballhaus dann die Spielerinnen auf der Ersatzbank ab.

Die US-Amerikanerin Kelly Moten, in dieser Spielzeit beste USC-Scorerin hinter ihrer Landsfrau Kristen Gaffney, blieb in der letzten und so wichtigen Partie der Saison ohne Punkt. "Da muss man nicht herumreden. Den Ausfall auf dieser Position konnten wir nicht kompensieren", sagte Trainerin Ballhaus – und ergänzte: "Sie ist eben nach einer langen Saison komplett platt."

Wasserburg: Schlott (13 Punkte/davon 1 Dreier), Hartmann, Pöcksteiner (nicht eingesetzt), Laura Hebecker (10/1), Fiebich (15/1), Mfoula, A. Williams (10), Tunstull (8), Brunckhorst (9/1), Jakovina (2), Perner. Freiburg: Moten, Zdravevska, Rodefeld (6), Wieczorek, Kambach, Jakobsone (13/4), Hoffmann, Paunovic (9), L. Ouedraogo (4), Kranzhöfer (6), Gaffney (14), P. Mayer. Zuschauer: 550.