DEL ohne Absteiger?

Heinz Wittmann

Von Heinz Wittmann

Di, 08. September 2020

Schwenningen Wild Wings

Geschäftsführer Tripcke verlangt Spiele vor vielen Fans .

Nach Informationen der Fachzeitung "Eishockey News" will die DEL angesichts der vielen Ungewissheiten in Corona-Zeiten keine Absteiger in die DEL2 stellen. Eigentlich ist beschlossene Sache, dass es erstmals seit 2006 wieder einen Absteiger gibt – der Tabellenletzte soll in die DEL2 absteigen. Bereits zum Ausbruch der Pandemie gab es jedoch Stimmen dafür, den Abstieg auszusetzen. Wild-Wings-Geschäftsführer Christoph Sandner hatte bereits im März angeregt, den Abstieg um ein Jahr auszusetzen. Allerdings gaben seinerzeit sowohl die DEL als auch die DEL2 bekannt, dass die Corona-Krise kein Grund sei, an den schriftlich fixierten Vereinbarungen bezüglich Auf- und Abstieg zu rütteln. Nun gibt es scheinbar die Kehrtwende. Lediglich die Löwen Frankfurt, Kassel Huskies und die Bietigheim Steelers könnten aufsteigen, nur sie haben sich mit dem entsprechenden finanziellen Einsatz beworben.

Argument für das Aussetzen des Abstiegs ist, dass unter den kleinen Klubs ein Wettrüsten vermieden wird, das in Corona-Zeiten leicht zum finanziellen Kollaps für den ein oder anderen Klub führen könnte. Ziemlich unklar ist weiterhin, ob gespielt wird – oder nicht. Nach aktuellem Stand will die DEL am 13. November in die Saison 2020/21 starten. Ob mit oder ohne Zuschauer ist noch immer offen. Die Wild Wings haben sich klar positioniert: "Ein Spielbetrieb ohne Zuschauer ist für uns nicht darstellbar oder finanzierbar." DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärte: "Wir müssen aus wirtschaftlichen Gründen mit Zuschauern starten und am besten mit möglichst vielen." Tripcke betonte, dass alle DEL-Klubs entsprechende Hygienekonzepte vorgelegt hätten. In Baden-Württemberg dürfen aktuell lediglich 500 Besucher ins Stadion, in Nordrhein-Westfalen nur 300 und in Bayern müssen Sportveranstaltungen vor leeren Rängen stattfinden.