Bundesliga

Den SC Freiburg erwartet ein Spiel mit Fans – und das im Corona-Hotspot Berlin

dpa

Von dpa

Fr, 23. Oktober 2020 um 20:30 Uhr

SC Freiburg

Union Berlin darf an diesem Samstag gegen den SC Freiburg 4500 Zuschauer ins Stadion lassen – trotz stark gestiegener Corona-Infektionen in der Hauptstadt.

Trotz eines drastischen Anstiegs der Infektionszahlen im Corona-Hotspot Berlin darf der 1. FC Union sein Heimspiel gegen den SC Freiburg vor rund 4500 Zuschauern austragen. Ein entsprechendes Hygienekonzept des Fußball-Bundesligisten genehmigte das zuständige Gesundheitsamt im Stadtbezirk Treptow-Köpenick. Während deutschlandweit durch die Verschärfung der Pandemie der Zugang für die Fans immer stärker zurückgefahren wird, sollen an diesem Samstag insgesamt 5000 Personen, darunter auch die Teams, im Stadion An der Alten Försterei dabei sein.

"Das vorliegende überarbeitete Hygienekonzept vom 1. FC Union entspricht den Maßgaben der aktuellen Infektionsschutzverordnung", hieß es in einer Mitteilung vom Bezirksamt Treptow-Köpenick. "Bisher gibt es keinen Nachweis für ein Ausbruchsgeschehen im Zusammenhang mit einer geregelten Veranstaltung mit eingegrenzter Personenzahl (...) und unter Einhaltung der bekannten Hygienerichtlinien." Zu diesen Richtlinien gehört, dass Fangesänge und Sprechchöre auf den Tribünen untersagt sind. Dies werde bei Vergehen nun auch im Stadion durchgesagt werden, erklärte Kommunikations-Geschäftsführer Christian Arbeit. Außerdem werde die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes im Stadion noch einmal verschärft.

Der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport genügt das nicht. Sie hat die Entscheidung zur Zulassung als "falsches Signal" bezeichnet. Man habe sich eine andere Lösung gewünscht, teilte ein Sprecher mit: "Die Entscheidung darüber liegt aber bei der Deutschen Fußball-Liga, den Vereinen und den jeweils zuständigen Gesundheitsämtern der Bezirke. Von der Innen- und Sportverwaltungsseite haben wir da keine Handhabe." Bereits am Donnerstag hatte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci die Fußballfans dazu aufgerufen, möglichst auf einen Stadionbesuch zu verzichten.