Schüler erfüllen hohe Erwartungen

Helmut Rothermel

Von Helmut Rothermel

Sa, 06. Juli 2019

Denzlingen

Das Sommerkonzert des Erasmus-Gymnasiums begeistert ein großes Publikum / Abwechslungsreiche und vielfältige Aufführungen.

DENZLINGEN. Fast alle Plätze im großen Saal des Kultur- und Bürgerhauses waren beim Sommerkonzert des Erasmus-Gymnasiums am Mittwochabend besetzt. Erwartungsfroh war die Stimmung bei den zahlreichen Eltern, Geschwistern, Verwandten, Lehrern und Mitschülern der auftretenden Sänger und Musiker. Sie wurden nicht enttäuscht, denn das abwechslungsreiche Programm bot Unterhaltung vom Feinsten.

Der Chor der Klassen 5 und 6 führte ein spannendes Musical auf, die Darbietung des Sinfonie-Orchesters und der Orchester-AG der Klassen 5 und 6 bewegte sich auf durchweg hohem Niveau.

Die Schüler entführten ihre Zuschauer zunächst in den tiefen Urwald. Liebevoll mit tropischen Bäumen und Pflanzen gestaltet war die farbenprächtige Kulisse, die Frank Müller aufgebaut hatte. "Wimba und das Geheimnis im Urwald" lautete der Titel des Musicals, das für höchste Spannung sorgte. In diesem Stück geht es um ein Forscherteam, dargestellt von Leonie Hoyer, Miyuki Unger, Bastian Durst und Mali Reddmann, das zu einer geheimnisvollen Höhle mit einem Steingott kommt. Plötzlich funktionieren alle technischen Geräte nicht mehr, Handy und Kompass verweigern den Dienst. Dann verschwindet auch noch eine Forscherin, der Urwald scheint zur Falle zu werden. Da können nur noch die Elfen Clara Schöne, Lena Korts und Marie Fischer helfen. Sie lösen den Zauber und befreien den vermeintlichen Steingott aus seinem Gefängnis. In Wahrheit heißt er Wimba und ist ein Außerirdischer, der, auf die Erde geknallt, alle Kraft und Energie der Umgebung an sich gezogen hat. Der glückliche Wimba, dargestellt von Aaron Spöri, kann nach Hause zurückkehren, ebenso die tapferen Forscher und alles, was vorher energie- und kraftlos war, ist nun wieder voller Power. Neben dem Chor unter Leitung von Inga Fischer wirkten hinter den Kulissen Finn Zenker, Aaron Höldlin, Elia Heitzmann, Simone Rengers, Nicole Friedrich, Ute Christ und Mareike Metz mit. Am Schlagzeug war Lukas Kailer zu hören, am Klavier Jürgen Krämer. Das Publikum verabschiedete die Schauspieler und Sänger mit tosendem Applaus.

Groß war auch der Applaus, mit dem das Sinfonie-Orchester unter Leitung von Stefan Jenzer nach der Pause zu seinem Auftritt empfangen wurde. Die Erwartungen waren hoch – und wurden erfüllt. Zunächst stand "Die Unvollendete" von Franz Schubert auf dem Programm. Das Orchester spielte den ersten Satz "Allegro moderato" von 1822. Obwohl der Komponist 1828 schon mit 31 Jahren starb, zählt er zu den herausragenden Vertretern der frühen Romantik. Als zweites Stück war das Concertino für Flöte und Orchester D-Dur der französischen Komponistin und Pianistin Cécile Chaminade (1857 bis 1944) zu hören. Anfang des 20. Jahrhunderts waren ihre Stücke besonders in Amerika bliebt, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts geriet sie weitgehend in Vergessenheit. Seit zwei Jahrzehnten wird ihre Kunst wieder stärker gewürdigt. Beim Konzert in Denzlingen hat sie einige neue Bewunderer gefunden, nicht zuletzt dank Celina Martens, die als Solistin an der Querflöte brillierte. Das Medley "Go west!" des amerikanischen Komponisten, Arrangeurs, Dirigenten und Jazzmusikers Ralph Ford (geboren 1963) stand ebenso auf dem Programm wie die von Ronan Hardiman (Jahrgang 1962) komponierte Musik für die 1996 uraufgeführte irische Tanz-Show "The Lord of the Dance".

Überzeugen konnte auch die Orchester-AG der Klassen 5 und 6 mit dem "Sweet Beat" des britischen Jazzmusikers und Komponisten Leslie Searle (geboren 1937) und "Little friends" von Hans Rudolf Maibach. Stürmischer Beifall belohnte die Musiker.