Der Bürgerbus kommt

Hagen Späth

Von Hagen Späth

Sa, 20. Juli 2019

Neuried

Der Gemeinderat Neuried hat beschlossen, für alle fünf Ortsteile einen Busfahrdienst einzurichten.

NEURIED. Der Bürgerbus für Neuried kommt. Bis wann und mit welchen Haltestellen oder Fahrpreisen ist noch nicht klar, weil noch die Fördermöglichkeiten abgeklärt und die Kosten berechnet werden müssen. Den Grundsatzbeschluss dafür fasste der Gemeinderat jetzt nach kurzer Beratung einstimmig.

Die Einführung eines Bürgerbusses geht auf eine Initiative des Jugendgemeinderates zurück, der schon vor einem Jahr den Antrag dazu gestellt hatte. Der Jugendrat hatte dazu auch eine Umfrage organisiert, diese dann aber aufgrund zu geringer Rückmeldungen wieder abgebrochen. "Aber das sagt nichts aus. Wenn es das Angebot erst einmal gibt, dann wird es auch angenommen", berichtete Bürgermeister Jochen Fischer vom Ergebnis einer Fahrt mit den jugendlichen Räten nach Calw, wo es den Bürgerbus schon länger gibt und wo eine Umfrage zuvor eine ähnlich geringe Rückkopplung ergeben hatte. Gerade für Schutterzell sei der Bürgerbus wichtig, weil das Dorf über die Buslinien überhaupt nicht an die anderen Ortsteile angebunden sei.

In der Zwischenzeit hat die Verwaltung Gespräche mit der SWEG geführt und mit dem Landratsamt, um die rechtlichen Dinge abzuklären, und auch schon zwölf Personen gefunden, die den Bus ehrenamtlich fahren würden. Wie Fischer ausführte, soll der Bus auch von Menschen mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden können. Auf jeden Fall wird er die fünf Ortsteile verbinden.

Neben den SWEG-Haltestellen sollen weitere Haltepunkte eingerichtet werden. Nach einer Prüfung der Fördermöglichkeiten und einer konkreten Kostenberechnung soll das Projekt nochmals im Rat besprochen werden.

Auf Nachfrage von Manfred Osswald (FWV) erklärte Fischer, dass die Fahrer eine spezielle Schulung zur Personenbeförderung erhalten werden. Michaela Karl (UL) bezeichnete die Einführung als "absolut gut". Sie kenne den Bürgerbus aus Schwanau, wo er sehr gut angenommen werde.

Schutterzells Ortsvorsteher Thomas Eble (FWV) hielt die Einrichtung für grundsätzlich sinnvoll. "Allerdings behebt es nicht das Problem, dass Schutterzell keine Verbindung in Richtung Offenburg hat". Da müsse man weiter dran bleiben.