BZ-Interview

Rainer Arnold über den Kampf gegen Schleuser

Dietmar Ostermann

Von Dietmar Ostermann

Do, 09. Juli 2015

Deutschland

BZ-INTERVIEW mit dem SPD-Politiker Rainer Arnold über den Kampf gegen Schleuser und die EU-Militärmission im Mittelmeer.

BERLIN/FREIBURG. Bislang haben die beiden deutschen Marineschiffe im Mittelmeer vor allem Flüchtlinge gerettet. Seit Anfang Juli sind die Schleswig-Holstein und die Werra der EU-Militäroperation Eunavfor Med unterstellt – und sollen Aufklärungsarbeit über die Schleusernetzwerke leisten. Darüber sprach Dietmar Ostermann mit dem SPD-Verteidigungsexperten Rainer Arnold, der sich vor Ort ein Bild von der Mission gemacht hat.

BZ: Herr Arnold, weiß man inzwischen, wie genau das Geschäft der Schleuser funktioniert?
Arnold: Es ist ein durchorganisiertes Geschäftsmodell. Die Leute, die das Geld für die Überfahrt nach Europa haben, werden etwa 100 Kilometer vor der Küste in Libyen in Lagern gesammelt. In den Häfen werden Schiffe präpariert mit zusätzlichen Zwischendecks. Wenn sie fertig sind, werden die Flüchtlinge zur Küste gebracht und regelrecht verladen. Das ist ein langer Prozess bis 500, 600 Leute auf ein Schiff verfrachtet sind. Dann fährt der Schleuser mit ihnen aufs Meer, lässt sich aber innerhalb der ...

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