Interview

"Stimmungsgeladene Fundamentalopposition": Was von der AfD im Bundestag zu erwarten ist

Sebastian Kaiser

Von Sebastian Kaiser

Mi, 04. Oktober 2017 um 15:21 Uhr

Deutschland

Die AfD zieht in den Bundestag ein. Politikwissenschaftler Wolfgang Schroeder hat ihre Arbeit in den Landesparlamenten analysiert und spricht über die Ausrichtung der künftigen Bundestagsfraktion.

BZ: Herr Schroeder, Sie haben eine Studie veröffentlicht, die die Arbeit der AfD-Fraktionen in den Landtagen untersucht. Was für einen Eindruck haben Sie?
Schroeder: Wir haben es mit einer Partei der Neulinge zu tun, die mit professioneller Politik auf Landes- oder Bundesebene überhaupt nicht vertraut ist. Von den anfangs 153 AfD-Abgeordneten in den zehn Landesparlamenten, die wir untersuchten, gab es nur eine Person, die schon einmal in einem Landtag gesessen hat. Dennoch haben diese Leute durchaus politische Vorerfahrungen. 50 Prozent waren bereits Mitglieder in anderen Parteien und haben dort Funktionen auf kommunaler Ebene wahrgenommen. 25 Prozent dieser Abgeordneten stammen aus der CDU – sie ist die Hauptquelle derjenigen in der AfD, die sich in ihrer Vergangenheit politisch engagiert haben.

BZ: Wie professionell arbeiten die Abgeordneten der Partei auf Landesebene?
Schroeder: Es sind Neulinge, Minderheiten, die sich im parlamentarischen Betrieb ...

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