Die Sorgen werden größer

dpa

Von dpa

Mi, 25. November 2020

Sportpolitik

DOSB sieht die Zukunft vieler Vereine gefährdet.

Die 90 000 Sportvereine mit 27 Millionen Mitgliedern ahnen vor dem Politik-Gipfel an diesem Mittwoch, dass ihnen eine Verlängerung der Corona-Zwangspause bis mindestens zum 20. Dezember droht. "Jeder Kontakt, der nicht stattfindet, ist gut für die Bekämpfung der Pandemie", hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel zuletzt betont. Angesichts der weiter hohen Infektionszahlen und der stark belasteten Krankenhäuser sind die Hoffnungen des Sports auf baldige Lockerungen im Teil-Lockdown vermutlich vergebens. Dies geht aus der Beschlussvorlage der Ministerpräsidenten für die Beratungen mit der Bundesregierung hervor.

Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) wirbt bislang für zumindest flexiblere Lösungen je nach Region und Sportart. "Ich denke, dass wir mit den Hygienekonzepten, mit der Disziplin und dem sehr verantwortungsbewussten Umgang im Sport mit gutem Gewissen festhalten können: Wir sind Bestandteil der Lösung und nicht des Problems", sagte Hörmann dem ZDF.

Während der Profisport zumindest seinen Betrieb ohne Zuschauer fortsetzen darf, schmerzt vor allem das weitgehende Verbot von Amateur- und Breitensport. "Die Sorgen werden von Woche zu Woche buchstäblich größer", betonte Hörmann. Das führt auch zu erheblichen finanziellen Einbußen für viele Vereine.

Die Sportvereine in Baden-Württemberg können zumindest weiter auf finanzielle Hilfen der Landesregierung zurückgreifen. Das Sonderprogramm "Soforthilfe Sport" wurde bis zum 30. Juni 2021 verlängert.