Dies steht in einer langen Reihe befremdlicher Zubrot-Engagements

Hubert Löffler

Von Hubert Löffler (Freiburg)

Mi, 15. Juli 2020

Leserbriefe

Die Faktenlage ist mittlerweile (leider) wohl recht bekannt geworden. Deshalb könnte man auch zu einer anderen Einschätzung als der BZ-Tagesspiegel kommen – nämlich, dass die auf zwei Jahre angelegte Beratertätigkeit von Gabriel beim Milliardär Clemens Tönnies etwas mehr als nur "komfortabler Broterwerb" ist.

Sie steht damit in einer langen Reihe von solchen zumindest befremdlichen und peinlichen Zubrot-Engagements früherer Politiker, die zwar allesamt legal, aber in den Augen vieler heikel bis anrüchig und illegitim sind. Den bisherigen Angaben zufolge beinhaltet das Engagement Fragen des Fleischexportes zum Beispiel nach China und Fragen im Zusammenhang mit der afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen. Dänemark hat bekanntlich die Landesgrenze zu Deutschland mit einem Wildschwein-Schutzzaun hermetisch abgeriegelt.

Manche Politiker predigen gerne Wasser und trinken Wein. Das ist allgemein bekannt und lockt niemand mehr aus der Quarantäne... Herr Gabriel bemüht Erich Kästner: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Darf ich mir dies auch für den Tagesspiegel der Badischen Zeitung wünschen? Hubert Löffler, Freiburg