imachs

Drei junge Tüftler verändern mit einer App das Miteinander in Freiburg

Mi, 06. Februar 2019 um 13:51 Uhr

Anzeige Dominic, Amine und Rachid haben "imachs" entwickelt. Mit der App können Menschen sich zum gegenseitigen Helfen im Alltag vernetzen. Im Interview erzählen die Erfinder vom erfolgreichen Start.

Dominic Lammert lebt in Freiburg, seine französischen Kollegen Amine Cherrered und Rachid Mahdi in Colmar. Ende letzten Jahres haben die drei Jungunternehmer ihre App "imachs" in Freiburg rausgebracht. Wer sich die App herunterlädt und sich registriert, kann sich ein Profil anlegen und seine eigenen Fähigkeiten angeben. Danach lassen sich Hilferufe senden und empfangen. Das Besondere dabei: Hilferufe erreichen passend nur diejenigen, die die benötigte Fähigkeit besitzen und sich in der Nähe befinden. Wer also jemanden sucht, der einem das Fahrrad oder die Waschmaschine repariert, findet bei "imachs" gezielt nur Leute, die diese Skills auch angegeben haben.

Die Idee ist so simpel wie genial und hat in den ersten Wochen nach dem Release der App schon einige Fans gewonnen. Zeit für die Erfinder der App, die Anfangstage noch mal Revue passieren zu lassen.

Könnt ihr die vergangene Zeit seit Release der App für euch beschreiben?
Dominic Lammert: Mit der Beta-Version von imachs sind wir am 17. November hier in Freiburg gestartet. Die ersten Wochen haben wir unseren Usern über die Schulter geschaut, mit einer langen Frageliste in den Händen. Ist imachs verständlich? Funktioniert technisch alles wie es soll? Wer sind die Menschen, die unsere App nutzen und wie erreichen wir sie? Mit den Antworten haben wir uns nach einer Weile zurück an den Tisch gesetzt, um unsere Hausaufgaben zu machen. Jetzt haben wir die Version 1.1 bei Google Play und im App Store hochgeladen.

Wer nutzt imachs denn bislang und warum kommen die Menschen zur App?
Rachid Mahdi: imachs ist eine App, die von jedem genutzt werden kann. Und wir konnten auch feststellen, dass imachs tatsächlich von allen Altersgruppen genutzt wird: Vom Studenten bis zum Senioren. Letztere haben wir zum Beispiel über die Freiburger Plattform "Die Neuen Alten (DNA)" erreicht. Jeder Mensch braucht mal Hilfe oder möchte etwas Neues lernen – Musikinstrumente, Fremdsprachen, Sportarten, die Palette ist groß. Das Schöne an imachs ist, dass diese digitale Vernetzung von unterschiedlichen Menschen auch zu Begegnungen im echten Leben führt – zwischen Jung und Alt und zwischen unterschiedlichen Kulturen. imachs wurde bislang zum Beispiel auch oft zur Sprachtandemsuche genutzt. Die App hat wirklich das Potential den Alltag zu verändern.

Sind Sachen aufgetaucht, mit denen niemand von euch gerechnet hat?
Amine Cherrered: Dass wir schon in der Startphase so viele Organisationen und Kooperationspartner finden, die uns unterstützen und imachs jetzt mitboosten. Damit hat keiner von uns gerechnet, aber es hilft uns in der Anfangsphase natürlich sehr. Die vielen positiven Rückmeldungen und auch die Bewertungen in den Stores haben uns ebenfalls positiv überrascht. Gerade am Anfang kann man das eigentlich so nicht erwarten. Klar passieren uns auch noch Fehler, aber im Großen und Ganzen ist die App sehr stabil geblieben. Jetzt hoffen wir, dass nach dem update noch mehr angenehme Überraschungen auf uns warten.

Was ist die größte Herausforderung für euch als Macher von imachs?
Amine: Zurzeit stehen wir vor zwei großen Herausforderungen. Die erste ist das Marketing. Wir wollen imachs einer großen Anzahl an Usern zur Verfügung stellen, was vor allem zu Beginn viel Kommunikationsaufwand erfordert. Die zweite Herausforderung ist die Technik. imachs muss jeden Tag mehr Nutzern gerecht werden. Die App muss dabei flüssig funktionieren. Wir dürfen nicht einfach "irgendwie" entwickeln, sondern müssen da überlegt vorgehen, damit die User Experience langfristig gut bleibt. Wir setzen da stark auf das Feedback der Nutzer und möchten die App nach deren Wünschen weiterentwickeln.

Seid ihr bislang zufrieden damit wie imachs läuft?
Dominic: Ja, imachs hat einen erfreulichen Start hingelegt: Mittlerweile kommen wir auf 1.000 Anmeldungen in Freiburg und Umgebung, wir konnten wertvolle Kooperationspartner für unser Projekt gewinnen und das Feedback fällt überwiegend positiv aus. imachs hat bislang über hundert Menschen zusammengebracht, obwohl eine so hohe Userzahl noch gar nicht zu unseren primären Zielen gehört hat. Erstmal ging es uns um das Lernen und darum, das Gelernte dann für die Version 1.1 umzusetzen. Jetzt hoffen wir natürlich, dass unsere bestehenden User mit den Verbesserungen im Update glücklich sind und wir noch weitere User für imachs gewinnen können.

Was sind eure nächsten großen Ziele für die App und was würdet ihr euch für die Zukunft wünschen?
Rachid: Unser nächstes großes Ziel ist, imachs auch in anderen Regionen bekannt zu machen. Wenn irgendwann ganz Deutschland oder sogar auf internationaler Ebene imachs genutzt wird, wäre das natürlich fantastisch. Unsere Vision haben wir klar vor Augen: imachs ist ein digitales Instrument, das alle Menschen mit ihren Fähigkeiten und ihrem Wissen miteinander verbindet, sich Hand in Hand zu unterstützen und zu entwickeln.
  • Auf www.imachs.net gibt es Informationen zur App und den Kooperationspartnern.