Basketball

Dritte Niederlage in Folge für die Eisvögel

Georg Gulde

Von Georg Gulde

So, 28. Februar 2021 um 10:15 Uhr

USC Eisvögel

Die Erstliga-Basketballerinnen des USC Freiburghaben das Heimspiel gegen den Tabellenvierten Osnabrück mit 83:90 verloren. "Aktuell ist halt nicht mehr drin", sagte Co-Trainerin Hanna Ballhaus.

Zum Ende der Hauptrunde scheint dem USC Freiburg die Puste auszugehen. Die Erstliga-Basketballerinnen aus dem Breisgau verloren das Heimspiel gegen den Tabellenvierten aus Osnabrück mit 83:90 (28:23, 20:24, 12:21, 23:22). Durch die dritte Niederlage in Folge ist zwar die Playoff-Teilnahme der Eisvögel nicht gefährdet, denn die steht schon fest. Aber die vage Hoffnung der Südbadenerinnen, in der ersten K.o.-Runde (Viertelfinale) Heimrecht in einem eventuell auszutragenden entscheidenden dritten Spiel zu haben, ist nun zerstoben.

"Das ist eine ärgerliche Niederlage, sie hätte nicht sein müssen", analysierte Hanna Ballhaus. Die Co-Trainerin, die zusammen mit Isabel Fernandez das jüngste Team der Liga coacht, fand die Verlustpartie im 19. von 22 Hauptrundenspielen überflüssig. Hätte der USC die überragende Freiwurfbilanz des Gegners erreicht (100 Prozent bei 19 Versuchen) und nicht neun seiner 28 Freiwürfe daneben geworfen, dann hätte es schon anders ausgesehen. Ballhaus kam aber auch zum Schluss: "Aktuell ist halt nicht mehr drin." Osnabrück, das auch in der Hinrunde mit sieben Punkten Differenz gewonnen hatte (83:76), war das erfahrenere Team – und abgebrühter. Die Gäste mussten zwar ohne die verletzte Aufbauspielerin Jenny Strozyk auskommen, die normalerweise das Spiel ihres Teams ausgezeichnet strukturiert. Aber beim USC fehlt für den Rest der Saison in Co-Kapitänin Sara Kranzhöfer die "Verteidigungsministerin". Und wenn die beste Defensivspielerin, also die Frau für Spezialaufgaben in der Defense, nicht dabei ist, macht sich das eben bemerkbar.

Dennoch wäre die Partie am Samstagabend in der wegen der Corona-Pandemie erneut zuschauerlosen Sepp-Glaser-Halle zu gewinnen gewesen für den USC. Zum einen, weil Centerin Cassidy Boensch ihr wohl bestes Spiel im Eisvögel-Dress machte. Die US-Amerikanerin traf 13 von 14 Würfen aus dem Feld, erzielte insgesamt 33 Punkte und war die effektivste Spielerin auf dem Parkett. Sie lieferte sich spektakuläre Duelle mit der früh mit drei Fouls belasteten Ex-Freiburgerin Samantha Fuehring (17 Punkte/9 Rebounds). Zum anderen traf Boenschs Mitspielerin und Liga-Topscorerin Daneesha Provo besser in den Korb und auch bessere Entscheidungen als zuletzt.

Aus drei Punkte werden mit einer Aktion vier gemacht

Zu Beginn des letzten Viertels machte die Kanadierin aus einem Dreipunktespiel (erfolgreicher Wurf, bei dem sie gefoult wird und deshalb noch einen Freiwurf erhält gar ein Vierpunktespiel: Den Freiwurf vergab sie, holte aber selbst den Rebound – und plötzlich stand es nur noch 64:68. Aber zum Ausgleich kamen die Eisvögel, bei denen aufgrund guter Trainingsleistungen die erste 14-jährige Paula Paradzik in der Startformation stand, nicht mehr – im Gegenteil. Zwei Minuten vor Spielschluss lag der USC Freiburg mit zehn Punkten hinten (76:86). Es war die Entscheidung. Das Team aus Niedersachsen gewann auch deshalb, weil es ausgeglichener besetzt ist und jede der eingesetzten neun Spielerinnen mindestens fünf Punkte erzielte.

Der USC spielte mit: S. Ouedraogo (nicht eingesetzt), Toussaint (11 Punkte), Nufer, Paradzik, L. Ouedraogo, Konstantinidou (3), Kapitza (2), Provo (27/davon 4 Dreier), Boensch (33), P. Mayer (7/2).