Ein Job mit Verantwortung

Roman Wintz

Von Roman Wintz (dpa)

Do, 06. Februar 2020

Kollektive

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit.

In ihrem Beruf geht es um die Abwehr und Prävention potenzieller Gefahren – ob auf dem Werksgelände oder in Konzerthallen. Fachkräfte für Schutz und Sicherheit haben einen verantwortungsvollen Job.

Sie sitzen in Alarmzentralen vor Monitoren, sichern Tatorte oder prüfen Notausgänge und Fluchtwege auf Veranstaltungen. Sie schirmen Prominente vor Paparazzi ab, bringen Politiker heil durch den Tag oder begleiten Werttransporte auf der Fahrt von A nach B.

Für Leon Ungrad hat jeder Tag etwas Neues zu bieten. Er absolviert bei einem Sicherheitsdienstleister seine dreijährige Ausbildung. "Ich habe kein festgelegtes Schema für den Alltag, das sich an bestimmte Uhrzeiten anpasst", erzählt er. Je nachdem, wo er gerade eingesetzt ist – am Objekt oder in der Niederlassung – lernt er neue Kollegen kennen und macht sich mit seinem Tätigkeitsfeld vertraut.

Wer etwa im Objekt- und Anlagenschutz tätig ist, kümmert sich darum, dass nur berechtigte Personen Zutritt zu einem Firmengelände bekommen. Die Fachkräfte sehen bei Kontrollgängen nach dem Rechten oder prüfen, ob Arbeits- oder Brandschutzvorschriften eingehalten werden. Sie sind auch für die Sicherheitstechnik verantwortlich, dazu kontrollieren sie Überwachungskameras oder Alarmsysteme.

Leon Ungrad durchläuft in seiner Ausbildung verschiedene Stationen. Neben dem Werkschutz lernt der Azubi etwa, wie die Revierplanung abläuft. Welche Kontrollen werden wie häufig durchgeführt? Welche Meldesysteme müssen gecheckt werden? Wie läuft die Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfskräften? "Vor kurzem habe ich meinen Brandschutzhelfer-Lehrgang gemacht", erzählt Ungrad. Denn auch bei Bränden müssen die Sicherheitskräfte zur Stelle sein.

Nacht- und Wochenendarbeit

In der Notruf- und Service-Leitstelle nehmen Mitarbeiter Meldungen oder Auffälligkeiten entgegen, die zu schützende Gebäude und Objekte betreffen. Solche Stellen müssen rund um die Uhr besetzt sein, das heißt, auf Mitarbeiter in der Sicherheitsbranche kommt je nach Einsatzort Nacht- und Wochenendarbeit zu.

Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sind mitunter auch im Bereich Werttransport im Einsatz. Sie kümmern sich dann zum Beispiel um den sicheren Transport von Geldern aus Supermärkten, Kauf- und Warenhäusern oder Geldinstituten in speziell gepanzerten Fahrzeugen, wie der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft erklärt.

Wer sich für die dreijährige duale Ausbildung interessiert, muss in der Regel mindestens 18 Jahre alt sein. Wer in der Sicherheitsbranche arbeitet, muss zudem ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen. Als wünschenswerte Eigenschaften werden Selbstständigkeit und team- und kundenorientiertes Arbeitengenannt sowie ein ausgeprägter Servicegedanke, gute Umgangsformen sowie fließend Deutsch in Wort und Schrift. Auch Grundkenntnisse in Englisch und der Spaß am Umgang mit Menschen dürfen in diesem Beruf nicht fehlen.