Ein Jongleur und Gentleman

bex

Von bex

Fr, 29. November 2019

Zisch-Texte

ZISCH-INTERVIEW mit dem Jonglagekünstler Jeton, der Anfang November beim Varieté im Seepark Tassen und Löffel fliegen ließ.

Am 7. November 2019 besuchte die Klasse 4b der Sommerberg-Schule Lenzkirch das Varieté am Seepark in Freiburg. Im Anschluss an die Show, durften die Zisch-Reporterinnen Stella Hofmeier, Lena Kaltenbach, Louisa Kopp und Hanna Wolber den Künstler Jeton interviewen.

Zisch: Wann haben Sie das erste Mal jongliert?
Jeton: Ich habe das erste Mal in der Schule mit neun Jahren angefangen zu jonglieren. Dort hat ein Sportlehrer eine AG angeboten, in der man zaubern, jonglieren und Akrobatik lernen konnte.
Zisch: Wollten Sie als Kind schon immer Künstler werden?
Jeton: Nein, ich habe damals nur aus Spaß jongliert. Nach dem Abitur kam mir die Idee, dass ich das Jonglieren zu meinem Beruf machen und als Jongleur arbeiten könnte.
Zisch: Von wem haben Sie das Jonglieren gelernt?
Jeton: Das Jonglieren mit drei Bällen hat mir mein Sportlehrer beigebracht. Aber viel wichtiger war, dass ich mit 15 Jahren einen alten Profijongleur getroffen habe. Ich habe bei ihm eine Prüfung gemacht, da er schauen wollte, ob ich Talent habe. Er hat mich zu sich in seine Trainingshalle eingeladen und später dann auch unterrichtet. Ich hatte einen richtigen Profi als Lehrer.
Zisch: Wann war Ihr erster Auftritt vor Publikum?
Jeton: Mein allererster Auftritt vor Publikum war mit 16 Jahren an meiner Schule. Meine AG hat am Jahresende eine Show aufgeführt. Ich habe damals mit Bällen und Keulen jongliert.
Zisch: Wie oft treten Sie im Monat auf? Treten Sie weltweit auf?
Jeton: Ich habe 200 Auftritte im Jahr. Ich bin schon einmal um den Globus herumgereist. Ich war schon oft in Australien, Neuseeland, Singapur, China, Japan, Amerika und in ganz Europa. Man kommt als Künstler sehr viel herum. Ich mag das sehr. Wir lieben Sprachen und das exotische Essen.
Zisch: Mit welchen Gegenständen können Sie jonglieren?
Jeton: Mit Tassen, Untertassen, mit einem Stock, einer Zigarre, einem Hut und Bällen. Ich möchte im Gegensatz zu den Zirkusartisten mit Gegenständen, aus dem alltäglichen Leben jonglieren, die ein Gentleman, ein eleganter Herr, mit sich trägt.
Zisch: Wie oft üben Sie?
Jeton: Eigentlich jeden Tag. Ich trainiere vor einer Show zwei Stunden lang.
Zisch: Haben Sie sich schon einmal beim Jonglieren verletzt?
Jeton: Nein, glücklicherweise ist noch nichts Schlimmes passiert.
Zisch: Wie kamen Sie zu Ihrem Künstlernamen?
Jeton: Jetzt wollt ihr ein Geheimnis wissen. Jeton kommt aus dem Lateinischen. Es ist eine Münze, ein Spielchip. Mein Name ist Jens Thorwächter. Ich habe die ersten Buchstaben von meinem Vor- und Nachnamen zusammengesetzt und geschaut, dass es etwas Französisch klingt.
Zisch: Ist Jonglieren Ihr Hauptberuf?
Jeton: Ja, ich bin auch ganz froh darüber, dass ich nichts Anderes machen muss. Es macht mir wirklich richtig viel Spaß.

Am Ende des Interviews hat uns Jeton noch Tipps gegeben und Tricks gezeigt, wie wir das Jonglieren lernen können. Er war sehr witzig und ist ein super Künstler. Wir wollen nun alle Jonglieren lernen.