Ein Mittelfinger für Peter Sagan

dpa

Von dpa

Do, 10. September 2020

Radsport

Bora-Hansgrohe-Fahrer wird nach Rempler strafversetzt.

Wout van Aert fluchte, schimpfte und zeigte Peter Sagan den Mittelfinger. Der belgische Überflieger wurde durch einen heftigen Rempler des Ex-Weltmeisters Peter Sagan vom deutschen Bora-Hansgrohe-Team womöglich um seinen dritten Etappensieg bei der 107. Tour de France gebracht. Sagan bekam Minuten später von der Jury die Quittung und wurde auf Platz 85 strafversetzt. Doch am Etappensieg des Australiers Caleb Ewan nach 167,5 Kilometern von Châtelaillon-Plage nach Poitiers änderte dies nichts. Der Lotto-Soudal-Fahrer revanchierte sich in einem Wild-West-Finale für Platz zwei am Vortag und raste zu seinem zweiten Etappensieg.

Der Slowake Sagan, der zunächst als Zweiter die Ziellinie überquert hatte, war uneinsichtig. Dass der Star mit harten Bandagen im Finale kämpft, ist bekannt. 2017 hatte er im Sprint den Ellbogen gegen Mark Cavendish ausgefahren und war anschließend komplett von der Frankreich-Rundfahrt ausgeschlossen worden. Gesamt-Führender bleibt der Slowene Primoz Roglic (Team Jumbo). Simon Geschke (Freiburg/Team CCC) wurde 112. In der Gesamtwertung ist er 77.

12. Etappe, Donnerstag: Chauvigny – Sarran Corrèze (218 Kilometer/längstes Tour-Teilstück in diesem Jahr).